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Nissan stellt zusätzlich 1.000 Arbeiter in Spanien ein und plant die Produktion eines neuen Kleinwagens. - Bild: kru

Die Arbeitsmarktreformen in Spanien und Zugeständnisse der Gewerkschaft zeigen offenbar Wirkung. Nissan will mit dem zusätzlichen Personal ab 2014 in Barcelona einen neuen Kleinwagen bauen und die Produktion eines Pickups ausweiten.

Nissan und auch der Partner Renault hatten monatelang in Spanien mit den Gewerkschaften über geringere Löhne bei Neueinstellungen verhandelt. Nach Vorstellung der Autobauer sollten auch die Arbeitszeiten flexibler und befristete Verträge möglich werden.

Produktion eines neuen Kleinwagens geplant

Eine Einigung wurden dann Ende des Jahres erzielt. Der französische Nissan-Partner hatte dank dieser Vereinbarung bereits im Januar die Produktion eines neuen Modells beschlossen. Gebaut wird die Mischung aus Stadtauto und kleinem Geländewagen im Renault-Werk in Valladolid, im Nordwesten Spaniens.

Von den nun beschlossenen Einstellungen bei Nissan sollen weitere Spanier profitieren. Laut einer Nissan-Sprecherin wird die Expansion insgesamt 3.000 Stellen bei Zulieferern und anderen Unternehmen schaffen.

Für Spanien sind neue Jobs sehr wichtig. Die Arbeitslosenquote ist mit 26 Prozent die zweithöchste in Europa nach Griechenland. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt sogar über 50 Prozent.

Auch die Regierung Spaniens hat viel dafür getan, das Land attraktiver für Arbeitgeber zu machen. So sind die Risiken für Unternehmen inzwischen kleiner, neue Jobs zu schaffen. Sollten den Mitarbeiter wieder gekündigt werden müssen, ist dies jetzt einfacher möglich. Dazu sind die Abfindungen nicht mehr so hoch. Die Investitionen der beiden Autobauer werden als erstes Zeichen dafür gesehen, dass die Reformen des Arbeitsmarktes in Spanien langsam greifen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke