AvtoVaz Montage

Renault und Nissan werden künftig die Mehrheit am russichen Autohersteller AvtoVAZ halten. - Bild: AvtoVAZ

Nissan habe bereits eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, von Großaktionären 25 Prozent an AvtoVAZ für eine Milliarde US-Dollar zu übernehmen, berichtet die japanische Zeitung “Nikkei” in ihrer Ausgabe vom Donnerstag.

Da Renault bereits gut 25 Prozent am russischen Autokonzern halte, hätten die beiden Unternehmen, die überkreuz aneinander beteiligt sind, die Mehrheit bei den Russen.

Mit der Übernahme entstünde der weltweit drittgrößte Autokonzern. Gemeinsam kämen alle drei Hersteller auf einen Jahresabsatz von 7,23 Millionen Fahrzeugen. Der Volkswagen-Konzern, der an die Weltspitze strebt, wäre mit 7,14 Millionen Autos weiterhin auf dem vierten Platz der absatzstärksten Unternehmen zu finden.

Große Pläne im wichtigen Markt Russland

Nissan und Renault wollen laut Nikkei das Werk von AvtoVAZ in Zentralrussland ausbauen und dort bereits ab 2012 einen Nissan-Kleinwagen bauen. Zudem könne dort ein Billigfahrzeug mit einfacher Technik zu günstigen Kosten montiert werden, das dann für den Verkauf in Schwellenländern vorgesehen sei. AvtoVAZ hat im vergangenen Jahr 30 Prozent des russischen Marktes bedient.

Bereits Anfang Juni berichtete „Nikkei“, dass Nissan und sein französischer Partner Renault massiv in Russland investieren wollen. Es gehe um einen Betrag von bis zu zwei Milliarden Dollar bis 2015. Durch eine Kooperation mit dem russischen Autobauer AvtoVAZ wollten die beiden Konzerne ihren Absatz in diesem Zeitraum mehr als verdoppeln.

Ein Nissan-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Er sagte, das Bündnis werde die Kooperation mit AvtoVAZ fortsetzen. Trotz staatlicher Subventionen schreibt der russische Autohersteller seit Jahren rote Zahlen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke