PSA Nordamerika_Larry Dominique

PSA Nordamerika-Chef Larry Dominique: "Atlanta und das Umfeld dort passt am besten zu uns." Bild: PSA North America

| von Frank Volk

Die Wahl Atlantas als Standort für das Hauptquartier von PSA Nordamerika bestätigte der Autobauer in einer Mitteilung. Vorausgegangen sei der Entscheidung ein einjähriger Sondierungsprozess.

Den Ausschlag für die Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia habe letztlich der Mix aus industriellem Umfeld, infrastrukturellen Gegebenheiten und Lebensbedingungen in der Metropolregion gegeben. Alles in allem, so Larry Dominique, Nordamerika-Chef von PSA, „passt  Atlanta und das Umfeld der Stadt am besten zu uns.“  Dort austauschen kann man sich dann auch mit deutschen Herstellern: sowohl Mercedes-Benz wie auch Porsche haben ihre Zentralen in der 450.000-Einwohner-Stadt.

Mercedes und Porsche sind bereits in Atlanta

Mit der Entscheidung für Atlanta unterstreichen die Franzosen ihre Ambitionen für eine Rückkehr auf den US-Markt. Carlos Tavares hatte den Plan erstmals Ende 2016 publik gemacht, seither hat sich einiges getan. So hat sich PSA im vergangenen Jahr mit dem Fahrdienstanbieter „Free2Move“ zusammengetan. Über den Fahrdienst möchte man Modelle der Kernmarke Peugeot in den Markt bringen.  

Bislang sicherstes Indiz für Tavares´ US-Ambitionen ist, dass kommende Modellgenerationen des Autobauers so entwickelt werden sollen, dass sie den Zulassungsvorschriften in den USA entsprechen. Um das sicher zu stellen, greift man stark auf Wissen bei Opel zurück, wo man aus der langen Verbindung zu GM über tiefgreifende Erfahrungen mit Homologationsbestimmungen in Nordamerika verfügt. Schließlich wurde wesentliche Entwicklungsarbeit auch für US-Modelle von General Motors in Rüsselsheim geleistet.

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