Ausschnitt aus einer Präsentation von Tesla mit Computersimulation der geplanten Gigafabrik . Bild:

Ausschnitt aus einer Präsentation von Tesla mit Computersimulation der geplanten Gigafabrik . Bild: Tesla

“Ist es möglich, 30 Prozent Kosten zu sparen? Noch nicht. So einfach ist das nicht”, sagte Yoshio Ito, Leiter des Automotive-Geschäfts von Panasonic. Panasonic habe seine Mitarbeit bei elektronischen Steuerungen angeboten, um die Gesamtkosten für Akkus zu senken – zusätzlich zur Mitarbeit bei den Batteriezellen selbst, so Ito. Laut JB Straubel, Teslas Leiter der Technikabteilung, könnten die Kostensenkungen von Einsparungen im Logistikbereich und Vermittlungskosten kommen, außerdem von verbesserten Einkaufsbedingungen bei Bergbauunternehmen. „Es wird noch andere Partner geben. Es gibt noch andere Partner. Aber Panasonic ist bei Weitem der Wichtigste“, sagte Straubel, und fügte hinzu, Tesla sei nur ein paar Wochen vom Spatenstich für das erste von zwei Seiten geplanten Werken entfernt.

“Es gibt kein Scheitern. Es ist nur so, dass die ganze Außenwelt meint, die Vereinbarung mit Panasonic dauere zu lange. Zeit zu schinden macht aber keinen Sinn”, sagte Straubel und bekräftigte, Panasonic werde der einzige Batterie-Hersteller sein, der mit Tesla zusammenarbeitet. Tesla hat zum Ziel, die Kosten für den bestehenden Modell S-Akku um mindestens 30 Prozent zu reduzieren, um ein neues Auto mit einer Reichweite von 320 Kilometern und einem Preis von etwa 35.000 Dollar zu bauen.

Die Kostensenkung des 454-kg-Akkus ist die Hauptidee hinter der geplanten 6 Milliarden Dollar teuren „Gigafactory“. Tesla plant eine vertikale Integration der Produktion, die auf Partnern wie Panasonic und Metalllieferanten für Kathoden- und Anodenmaterialien basiert. Anfang des Monats gab Panasonic bekannt, eine Teilnahmeliste für das Projekt “Gigafactory” unterzeichnet zu haben, wobei das Unternehmen aber nicht offen legte, wie es investieren will. Während einer Investoren -Veranstaltung letzte Woche versuchte Panasonic, die Bedenken seiner Aktionäre über mögliche Risiken, die aus der geplanten Investition des Unternehmens in die „Gigafactory“ erwachsen könnten, zu zerstreuen. Auf die Frage, wie das Unternehmen eine Rendite auf ihre Investitionen gewährleisten könne und ob es irgendeinen Plan habe, falls die Nachfrage nach Tesla-Autos nicht den Erwartungen entspreche, sagte Ito: „Wir werden sicherstellen, dass wir unsere Investitionen nur im Einklang mit der entsprechenden Nachfrage tätigen werden. Wenn wir in das Tesla-Werk investieren, wird es in wichtige Frage werden, wie wir unsere Rollen und Investitionen aufteilen.”

Der Manager betonte, dass das Geschäft des Unternehmens mit Lithium-Ionen-Batterie-Geschäft nicht allein vom künftigen Tesla-Umsatz abhängig sein werde. Panasonic hat im vergangenen Geschäftsjahr, das im März 2014 endete, zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die Gewinnzone erreicht und will vermutlich sicherstellen, dass neue Investitionen diesen Trend nicht gefährden.

Panasonic will seinen Umsatz mit dem Geschäftsfeld Automotive von 20 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2018/2019 verdoppeln, wobei ein Drittel dieses Betrags von Kfz-Batterien und anderen Komponenten für kraftstoffsparende Fahrzeuge kommen dürfte. Die Investitionen in das Tesla-Werk könnten auch zu Überkapazitäten bei Panasonic führen. Das Unternehmen weitet bereits die Batterieproduktion in seinen heimischen Werken aus.

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IHS / Marina Reindl / Andreas Karius