Maxime Picat Peugeot

Glaubt nicht an einen ewig währenden Erfolg des SUV-Segments: Peugeot-Boss Maxime Picat. Bild: Peugeot

Gegenüber dem britischen Fachblatt Autocar erklärte der Manager, dass sich Peugeot bereits heute auf das Ende des Booms vorbereite. Der Autobauer habe bereits "ein paar interessante Ideen". Die will der OEM nun auch bald ausprobieren. Und zwar während das SUV-Segment noch ordentlich Absatz - und damit Profit - bringe.

Derzeit profitiert auch Peugeot vom Wunsch der Kunden höher zu sitzen und zumindest einen Hauch Offroad-Luft zu atmen. So zählt das Modell 2008 zu den erfolgreichsten im Segment der Kompakt-SUVs in Europa. Gleichzeitig bereitet die Löwenmarke den Launch der zweiten Generation des 3008 vor.

Nichtsdestotrotz ist Picat überzeugt, dass die Autobauer nicht mehr Lange die Frucht namens SUV ernten können – ihr Reifegrad sei wohl bald überschritten. Seine Begründung: Die Zahl der Karosserievarianten ist äußerst begrenzt. Er glaubt nicht, dass Coupé- oder Cabriovarianten dauerhaft zum Erfolg führen. Da würde nun jeder BMW-Manager widersprechen und als Argument den X6 ins Feld führen, der sich einer großen Nachfrage erfreut. Auch andere Hersteller wie beispielsweise Mercedes haben ihren SUVs längst eine coupé-hafte Linie verpasst.

Recht geben kann man Picat hingegen in puncto SUV-Cabrio. Schließlich war das Nissan Murano Cabrio alles andere als ein Erfolg. Ob dieser dem Range Rover Evoque Cabrio beschieden sein wird, muss sich erst noch zeigen.

Wie nun die SUV-Alternativen aussehen, wollte Picat nicht verraten. Werden es womöglich elegant gestylte Kombis sein? Ian Callum, Designchef bei Jaguar Land Rover (JLR), glaubt zumindest nicht an eine automobile Zukunft in der Kombis eine tragende Rolle spielen. Gegenüber Automotive News Europe erklärte der Brite, dass der Kombi-Markt massiv schrumpfe.

So sei es kaum zu rechtfertigen, Kombi-Modelle auf den Markt zu bringen: "Der größte Kombi-Markt der Welt ist Deutschland. Und was machen die Deutschen? Sie kaufen deutsche Autos." Jaguar werde bald ein Auto zeigen, das überraschen soll, es werde aber auf jeden Fall kein Kombi sein, ergänzte der Designer. Die Marktbeobachter von IHS Automotive glauben, dass es sich dabei um ein weiteres Crossover-Modell handeln könnte, das unterhalb des F-Pace positioniert ist.

Peugeot auf dem Genfer Autosalon 2016.