Porsches Geschäfte in den USA laufen wieder besser. Doch vor Gericht droht eine langwierige

Porsches Geschäfte in den USA laufen wieder besser. Doch vor Gericht droht eine langwierige Auseinandersetzung. (Bild: Porsche)

Die Hedgefonds lassen trotz der gerichtlichen Niederlage nicht locker. Jetzt geht es in die zweite Runde.

Das Tauziehen geht also weiter: Der Automobilhersteller Porsche will sich weiter gegen die gerichtlichen Anschuldigungen einer Gruppe von US-Hedgefons zur Wehr setzen. “Wir halten die Klage für unzulässig und unbegründet und werden uns weiterhin dagegen entschieden zur Wehr setzen”, sagte Porsche-Sprecher Albrecht Bamler am Samstag.

Eine Sprecherin für die Hedgefonds in New York wollte sich nicht zu dem Verfahren äußern. Nach der Niederlage in erster Instanz im Dezember 2010 haben die Hedgefonds in den USA am späten Freitagabend fristgerecht Berufung eingelegt. Ende Dezember hatte ein Bundesgericht in Manhattan die Schadenersatzklagen der Hedgefonds gegen die Porsche Holding SE abgewiesen.

Die Richter hatten entschieden, dass die US-Wertpapiergesetze keine Anwendung finden und folgten damit Porsches Einwänden, dass die betroffenen Aktien nicht in den USA notiert und auch nicht gehandelt worden seien. Die Kläger hatten 30 Tage Zeit, Berufung in der Sache einzulegen.

Insgesamt 39 Investmentfonds hatten Porsche sowie dem früheren Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzvorstand Holger Härter vorgeworfen, Investoren beim Versuch zur Übernahme von Volkswagen getäuscht und belogen zu haben und verlangten mehr als zwei Milliarden US-Dollar Schadensersatz.

Am vergangenen Montag sagte der Finanzvorstand der Volkswagen AG, Hans Dieter Pötsch, der zugleich die Finanzen der Porsche-Dachgesellschaft verantwortet, am Rande einer Konferenz in Riad, er rechne damit, dass die unterlegenen US-Hedgefonds Berufung einlegen werden.

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