PSA China, Chengdu

Unterzeichnungszeremonie zum Bau einer neuen Fabrik in Chengdu: PSA will seine Produktionskapazität in China auf 1 Million Einheiten pro Jahr steigern. Bild: PSA

Die Produktion mit dem chinesischen Partner Dongfeng soll gegen Ende des Jahres 2016 beginnen und schrittweise eine Produktionskapazität von 300.000 Einheiten erreichen. Eine Vereinbarung, die das Unternehmen mit der Verwaltung der Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan unterzeichnet hat, sieht vor, in der zweiten Jahreshälfte mit dem Bau zu beginnen.

Das Werk in Chengdu soll Sport Utility Vehicles (SUVs) und Mehrzweckfahrzeuge (Multi Purpose Vehicles, MPVs) unter den Marken Peugeot, Citroën und Fengshen produzieren. PSA wird mit der vierten Fabrik seine Produktionskapazität in dem Land auf 1 Million Einheiten pro Jahr steigern.

Der Autohersteller betreibt zwei Joint Ventures in China, eines mit dem Partner Dongfeng und das andere mit der Changan Automobile Group. Während das Joint Venture mit Changan die Premium-DS-Linie produziert und verkauft, ist das Gemeinschaftsunternehmen mit Dongfeng im Massenmarkt tätig. Das Joint Venture Dongfeng Peugeot-Citroën Automobile (DPCA) hatte sein drittes Montagewerk vor einem Jahr in Wuhan in der Provinz Hubei eröffnet. Die jährliche Produktionskapazität der neuen Anlage in Wuhan soll bis 2016 auf 300.000 Einheiten jährlich steigen. Alle drei bestehenden Anlagen des Joint Ventures in Wuhan besitzen eine Gesamtproduktionskapazität von 750.000 Einheiten.

Prognosen von IHS Automotive zufolge wird die Anlage in Chengdu gegen Ende 2016 mit der Produktion des kompakten Crossover beginnen, 2017 soll dann ein noch namenloses Crossover aus dem C-Segment folgen. IHS vermutet, dass bis 2020 in dem Werk auch ein D-Segment-Crossover produziert werden soll. Der Autohersteller hat angedeutet, das MPV könnte der C4 Picasso sein.

Der Bau des neuen Werks ist Teil des ehrgeizigen Plans der französischen Gruppe, bis 2020 einen Jahresabsatz von 1,5 Millionen Einheiten in China zu erreichen. Über die beiden chinesischen Joint Ventures hat der Konzern im vergangenen Jahr insgesamt 557.000 Einheiten in China verkauft und damit ein Wachstum von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. In diesem Jahr will der Konzern den Umsatz auf 650.000 Einheiten steigern. Derzeit erwirtschaften die Franzosen noch mehr als 50% ihres weltweiten Umsatzes in Europa, China wächst aber rasch zu einem wichtigen Markt für PSA heran, so IHS.

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Andreas Karius/IHS