Mit Modellen wie dem Peugeot 408 eigens für China (Bild) oder der vor Ort gebauten

Mit Modellen wie dem Peugeot 408 eigens für China (Bild) oder der vor Ort gebauten Oberklasse-Limousine 508 wollen die Franzosen im weltweit größten Automarkt weiter wachsen. - Bild: PSA

Die neue Fertigungsstätte mit einer anfänglichen Produktionskapazität von 150.000 Fahrzeugen soll in Wuhan entstehen, Wagen der oberen und unteren Mittelklasse bauen und somit das Werk 1 von DPCA ergänzen, das schon bald ausgelastet ist. Die Inbetriebnahme ist 2013 geplant. Ziel ist die Steigerung der Produktionskapazität des Gemeinschaftsunternehmens von heute jährlich 450.000 auf 750.000 Fahrzeuge im Jahr 2015.

Philippe Varin, Vorsitzender des Vorstandes von PSA Peugeot Citroën, und Xu Ping, Präsident der Dong Feng Motor Corporation (DFM), kündigten in Wuhan gemeinsam den Ausbau der Partnerschaft im Rahmen ihres Gemeinschaftsunternehmens DPCA an. Die Verstärkung dieser Partnerschaft verleiht dem Joint Venture nach Aussagen von PSA neue Mittel, um seine Entwicklung auf dem größten Automobilmarkt der Welt zu beschleunigen.

Ab 2011 wird Peugeot mit dem 508 zudem ein Modell im D-Segment des chinesischen Marktes (20 Prozent des lokalen Marktes) anbieten. Auch das C-Segment (ca. 50 Prozent des Marktes) wird mit neuen Stufenheckmodellen, die eigens auf die Erwartungen der chinesischen Kundschaft zugeschnitten wurden, erneuert und ausgebaut. Schließlich wird DPCA ein neues SUV-Angebot bereitstellen. Dieses Segment verzeichnet in China ein besonders starkes Wachstum und legte im vergangenen Jahr um 50 Prozent zu (neun Prozent des Gesamtmarktes).

PSA Peugeot Citroën und DFM definierten zudem neue Corporate-Governance-Regeln für das gemeinsame Unternehmen. Die Vereinfachung und Standardisierung der Entscheidungsprozesse sollen das Reaktionsvermögen des Joint Ventures auf dem chinesischen Markt beschleunigen.

Im Rahmen der ausgebauten Partnerschaft soll DPCA jährlich mindestens ein neues Fahrzeug pro Marke auf den Markt bringen, das heißt insgesamt zwölf neue Modelle in den nächsten fünf Jahren. Der ehrgeizige Produktplan soll nicht nur das bestehende Angebot erneuern, sondern auch den Marktanteil der Marken Peugeot und Citroën in China steigern helfen.

PSA Peugeot Citroën ist bestrebt, die CO2- Emissionen seiner in China angebotenen Fahrzeuge bis 2020 um 50 Prozent zu senken. Aus diesem Grund wird DPCA in den nächsten fünf Jahren das Motorenprogramm mit der Einführung sechs neuer Antriebe von 60 bis 150 kW völlig erneuern. Die Motoren werden wesentlich zu den Bemühungen Chinas beitragen, den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren, und gleichzeitig den Erwartungen der verschiedenen Kundengruppen hinsichtlich der Leistung voll entsprechen. Parallel dazu setzt DPCA ab 2011 mit Stopp & Start-Lösungen entschieden auf Hybridlösungen, denen schon bald Full-Hybrid-Antriebe folgen sollen.

DPCA soll weiterhin die Händlernetze Dongfeng Peugeot und Dongfeng Citroën ausbauen, sowohl qualitativ als auch auf quantitativ. Ab 2012 wird jede Marke über Händler in den 300 größten chinesischen Städten sowie über mehrere Hundert Vertriebsstellen in den übrigen Regionen verfügen.

Schließlich prüft PSA Peugeot Citroën im Rahmen seiner Entwicklungsstrategie in Asien die Möglichkeit, einen Teil der Produktion von DPCA (montierte Fahrzeuge und Bausätze) in andere Länder der Region zu exportieren. Diese Maßnahmen sollen DPCA ermöglichen, den Marktanteil in China bis 2015 auf  fünf Prozent auszubauen.