Wilfried Schäfer, VDW

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main. Bild: VDW

Wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, VDW, mitteilt, kam es 2018 gesamt zu einem Plus von einem Prozent. Dabei kletterten die Inlandsaufträge um fünf Prozent nach oben, während die Auslandsbestellungen auf Vorjahresniveau abschlossen. „Der Rückgang der Bestellungen im vierten Quartal ist vor allem dem Basiseffekt geschuldet“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW in Frankfurt am Main, das Ergebnis. „Der Vergleichszeitraum im Vorjahr zeigte einen außergewöhnlich starken Zuwachs, insbesondere im Inland. Dass er nochmals getoppt würde, war wirklich nicht zu erwarten“, erklärt er weiter. Gleichwohl schlagen sich laut VDW nun auch die weltweiten Turbulenzen von Handelskonflikten und Markabschottung über den voraussichtlich chaotischen Brexit bis hin zum Abbau vieler Rüstungskontrollverträge in Unsicherheit bei den Investoren nieder. Bereits im dritten Quartal 2018 hatte sich angedeutet, dass die Bestellungen an Dynamik verlieren.

Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie
Die Grafik zeigt den Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie. Quellen: Monatliche Auftragseingangsstatistik VDMA, VDW.

Ausgelastete Kapazitäten, Fachkräftemangel und Lieferengpässe

Wie der VDW weiter mitteilt, waren es am aktuellen Rand zum Jahresende allein die Eurostaaten, die noch kräftig zulegen konnten, während alle anderen Gruppierungen, Inland, Ausland insgesamt und Nicht-Euroländer, zweistellig im Minus lagen. „Der Orderrückgang signalisiert, dass sich die Lage in den kommenden Monaten entspannen wird“, sagt Schäfer. „Derzeit bremsen ausgelastete Kapazitäten, Fachkräftemangel und Engpässe bei den Materialzulieferungen die Produktion und führen zu längeren Lieferzeiten“, so Schäfer abschließend.
Insgesamt ging das Jahr 2018 für die Werkzeugmaschinenhersteller mit einem neuen Rekord in der Produktion zu Ende. Sie stieg um sieben Prozent auf über 17 Mrd. Euro.