Saab PhoeniX

Ohne Finanzhilfe wird eine mögliche Serienausfürhung des Saab PhoeniX ein Traum bleiben. - Bild: Saab

Wie Unternehmenssprecher Eric Geers in der Zeitung “Dagens Industri” bestätigte, können von dem russischen Investor Wladimir Antonow bereitgestellte 270 Millionen Kronen (30,4 Millionen Euro) nicht eingesetzt werden, weil weiter die Zustimmung der Europäischen Investitionsbank (EIB) fehlt.

Saab kann seit zwei Wochen im Stammwerk Trollhättan wegen fehlender Komponenten von Zulieferern keine Autos mehr produzieren. Hintergrund dafür sind unbezahlte Rechnungen. Saab benötigt die Zustimmung der EIB wegen früherer Kreditzusagen der EU-Bank. Geers kritisierte den langsamen Entscheidungsprozess und meint: “Die sollten daran denken, dass es hier um die Existenz von Menschen geht, und sich etwas beeilen.”

Als einzige dauerhafte Überlebenschance für das schwedische Unternehmen gilt der Einstieg Antonows als neuer Saab-Eigner. Dies wurde beim Verkauf von Saab durch General Motors an den niederländischen Sportwagenbauer Spykers Cars vor einem Jahr zunächst ausdrücklich ausgeschlossen. Der US-Geheimdienst CIA stufte Antonow als belastet wegen Mafia-Kontakten ein. Derzeit prüfen sowohl schwedische Behörden wie auch die EIB und General Motors, ob nun doch grünes Licht für den russischen Investoren gegeben werden kann.

dpa-AFX/Guido Kruschke