Die US-Behörde National Highways Traffic Safety Administration (NHTSA) führt für Fahrzeugmodelle ab 2011 ein neues verschärftes Bewertungsverfahren ein. TRW Automotive unterstützt OEMs mit einem numerischen Simulationsverfahren dabei, die strengeren Vorgaben des US-amerikanischen New Car Assessment Program zu erfüllen. „Mit der numerischen Simulation können wir Fahrzeuge vor dem Hintergrund der neuen US-NCAP-Anforderungen bewerten und feststellen, welche Maßnahmen notwendig sind, damit ein Fahrzeug diesen Ansprüchen genügt“, erklärte Jeff Aird, Director Customer Account Engineering bei TRW Occupant Safety Systems. „Mit Änderungsschleifen, die wir in der numerischen Simulation durchführen und mit den herkömmlichen Testverfahren abstimmen, können wir eine oder sogar mehrere Entwicklungsphasen einsparen. Dieser optimierte und verkürzte Entwicklungsprozess führt somit schneller als mit bisher angewandten herkömmlichen Testverfahren zu einer zuverlässigen Lösung und spart somit auch Kosten. Damit helfen wir nicht nur Fahrzeugherstellern, neue und bestehende Modelle für die Anforderungen des neuen US-NCAP-Verfahrens zu rüsten, sondern werden vor allem auch dem höheren Sicherheitsanspruch der Fahrzeuginsassen und anderer Verkehrsteilnehmer gerecht.“

Ab 2011 wird im Test- und Bewertungsverfahren nach US-NCAP die Beifahrerseite im Frontalaufprall durch einen kleineren und leichteren Dummy besetzt, der in Gewicht und Größe einer kleinen Frau entspricht. Zusätzliche Verletzungswerte bewerten insgesamt vier Körperregionen: Kopf, Nacken, Brust und Oberschenkel. Auch beim Seitenaufprall werden die verwendeten Dummies und das Bewertungsverfahren an die erweiterten Ansprüche des Unfallgeschehens angepasst. Darüber hinaus werden ein Seitenaufprall mit einem Pfahl sowie ein Überschlagstest durchgeführt und alle Ergebnisse fließen letztlich in einer Gesamtbewertung zusammen. Darüber hinaus will die NHTSA mittels neuer Kommunikationskampagnen innovative Technologien im Zusammenhang Unfall vermeidender Maßnahmen bekannter machen.