Smart_Elektroauto_USA

Smart will ab 2019 in den USA als reine Elektroautomarke an den Start gehen. Der Großteil der Händler zieht dabei nicht mit. Bild: Smart

| von Frank Volk

Smart will ab dem Modelljahr 2018, in Nordamerika weitgehend deckungsgleich mit dem Wirtschaftsjahr 2019, nur noch als reine Elektroauto-Marke antreten. Vor diesem Hintergrund wurde den Händlern eine Kündigungsfrist ihrer Verträge bis Ende des Jahres 2017 eingeräumt. Dabei zeigt sich: der Großteil der Händler zieht beim Wandel nicht mit. Laut einem Bericht von Automotive News wollen nur noch 27 von aktuell 87 Händlern Autos der Kleinwagenmarke verkaufen, von 58 erwarte man, dass sie weiter einen Service anbieten.

Die verbleibenden Smart-Händler konzentrieren sich auf US-Bundesstaaten, in der eine Null-Emissions-Politik betrieben wird und in diesen auf großstädtische Regionen. Auf jeden Fall werde man weiter in San Francisco, New York, Los Angeles, Miami und Portland mit Händlern vertreten bleiben, so Daimler-Offizielle gegenüber Automotive News. Bei Daimler habe man das Ziel noch nicht aufgegeben, mit den rein elektrischen Versionen mehr Fahrzeuge zu verkaufen als jetzt mit den herkömmlich angetriebenen.

Skeptische Prognose von IHS Markit

Das sehen die Experten von IHS Markit deutlich kritischer. Nach deren Einschätzung werden die Verkaufszahlen von 6.200 Einheiten im Jahr 2016 durch auf 3.400 im Jahr 2018 fallen und danach weiter deutlich sinken. Zwar habe Smart mit dem ForTwo electric und dem Coupé zwar absolut gesehen die günstigsten Elektroautos in den USA im Angebot. Die Marktexperten sehen aber in der Größe des Wagens in Kombination mit einer Reichweite von 130 Kilometern kaum zu kompensierende Nachteile.

Smart ForTwo Cabrio: dritter Stromer im Bunde