Smog über Peking

Smog über Peking: Die Hauptstadt und die umliegenden Städte in der Provinz Hebai sind besonders von der Luftverschmutzung betroffen. Bild: alephnull - Fotolia.com

Die Maßnahme ist Teil des landesweiten Plans, insgesamt mehr als 5 Millionen Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß von Chinas Straßen zu verbannen, berichtet China Daily. Die Zeitung zitiert ein Regierungsdokument, wonach die Städte in der Umgebung Pekings insgesamt 660.000 Fahrzeuge außer Dienst stellen wollen. Die entsprechende Provinz Hebei ist besonders von Luftverschmutzung betroffen. Die Stadt Peking will außerdem die Anzahl der Fahrzeuge in der Stadt bis Ende 2014 auf 5,6 Millionen Einheiten begrenzen, bis Ende 2017 sollen nicht mehr als 6 Millionen Fahrzeuge auf Pekings Straßen rollen.

Die chinesische Regierung steht unter wachsendem Zugzwang, will sie ihre Ziele noch erreichen, die Luftbelastung in ganz China zu reduzieren. Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht hat die Regierung eingestanden, dass sie mit ihren Zielen für den Zeitraum von 2011 bis 2013 hinterherhinkt. Die Pläne sehen vor, Stahl- und Zementwerken zu schließen, darüberhinaus sollen aber auch Fahrzeuge von den Straßen verschwinden, um die Luftverschmutzung einzudämmen.

Der Regierung zufolge stammen 31 Prozent der Luftbelastung in Peking allein von Fahrzeug?Emissionen, für 22,4 Prozent ist die Verbrennung von Kohle verantwortlich. Neben der Abschaffung von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß hat die Regierung nun auch strengere Vorschriften für Diesel-Fahrzeuge eingeführt. Die neuen Grenzwerte, die der Euro-4-Norm entsprechen, sollen für Nutzfahrzeuge ab 2015 gelten. Analysten von IHS halten es aufgrund des hohen Drucks auf die Regierung durch die starke Luftverschmutzung für unwahrscheinlich, dass die neuen Vorschriften abermals verschoben werden. Hinzu komme, dass der Euro-4-Dieseltreibstoff nun bis Ende 2014 im ganzen Land verfügbar sein soll, so IHS.

Auch Shanghai hat angekündigt, bis Ende 2014 160.000 Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß ausmustern zu wollen. Außerdem sollen mehr als 4000 Busse durch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ersetzt werden.

Alle Beiträge zum Stichwort China

Andreas Karius / IHS