Automobilzulieferer bewerten das Konjunkturpaket der spanischen Regierung für die Automobilindustrie positiv

Mit einem Anteil von zehn Prozent am BIP stellt die Automobilindustrie in Spanien eine strategische Branche dar. Bild: Sernauto / Autoparts from Spain

| von Götz Fuchslocher

Wie der spanische Verband der Automobilzulieferindustrie Sernauto meldet, erreichten die Automobilzulieferer des Landes im Jahr 2019 einen Umsatz von 35,822 Milliarden Euro, wovon nahezu 60 Prozent auf den Export sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU entfielen. Deutschland und Frankreich bilden hierbei die wichtigsten EU-Zielländer.

Sernauto zufolge wird der von der spanischen Regierung auf den Weg gebrachte Konjunkturplan für die Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie die schnellere Wiederbelebung der Produktion und des Marktes ermöglichen – „ein notwendiger und entscheidender Faktor angesichts der strategischen Rolle, die die Automobilbranche für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt unseres Landes spielt“, so María Helena Antolín, Präsidentin von Sernauto. Der Konjunkturplan umfasst ein Budget von 3,75 Milliarden Euro, die nicht nur die Unternehmenstätigkeit und die Produktion des Wirtschaftszweigs anschieben, sondern auch die – im Zuge der Gesundheitskrise eingebrochene – Fahrzeugnachfrage wiederbeleben sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Automobilbranche stärken sollen.

Zu den Maßnahmen zählen die Einführung von Finanzhilfen für den Kauf von Elektro- und Hybrid- sowie von Diesel- und Benzinfahrzeugen bei obligatorischer Verschrottung von über zehn Jahre alten Autos. In diesem Sinne werden 1,05 Milliarden Euro als Kaufanreize für Neufahrzeuge aller Technologien bereitgestellt. 550 Millionen Euro dienen als Direkthilfen für Privatpersonen und öffentliche Organismen. Des Weiteren wird es eine Kreditlinie der staatlichen Kreditanstalt Spaniens ICO (Instituto de Crédito Oficial) für den Erwerb von Nutzfahrzeugen geben.