Suzuki_Kleinwagen_china

Suzuki ist mit seinen Kleinwagen in Indien ganz stark aufgestellt, in China sind die Modelle des Kleinwagenspezialisten kaum gefragt. Nun ziehen die Japaner die Reißleine und verlassen China. Bild: Suzuki Maruti

Nachdem sich der Absatz in China in den letzen vier Jahren mehr als halbiert hat, verkauft Suzuki seine Anteile in Höhe von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen an den staatlichen Partner Chongqing Chang’an Automobile Co. Die Japaner begründeten die Entscheidung unter anderem mit dem veränderten Geschmack chinesischer Autokäufer.

In den vergangenen Jahren kletterte in China vor allem die Nachfrage nach größeren Fahrzeugen, vor allem die Absätze von SUVs stiegen rasant. Die Suzuki Motor Corp setzt stattdessen traditionell eher auf Kleinwagen. Nachdem der Konzern 2014 noch mehr als 266.000 Autos in China verkauft hat, waren es vergangenes Jahr Schätzungen von LMC Automotive zufolge nur noch rund 119.000 Fahrzeuge.

"Suzuki war zu langsam dabei, der Nachfrage nach neueren Modellen nachzukommen", meint Jeff Cai, General Manager für Fahrzeugqualität bei JD Power China. Es habe bei Suzuki keine neuen Modelle gegeben, während Wettbewerber, vor allem chinesische, diverse neue Wagen im Angebot hatten. Suzuki kann sich nun auf den indischen Markt konzentrieren, wo man mit dem lokalen Joint Venture Maruti Suzuki India Marktführer ist.