Tesla Model S

Tesla Model S: Neben Tschechien, Polen und den Niederlanden rechnet sich anscheinend auch die Slowakei Chancen auf einen möglichen Tesla-Produktionsstandort aus. Bild: Tesla

Die slowakische Investitionsagentur SARIO stehe in Kontakt mit Tesla Motors, bestätigte eine Sprecherin des slowakischen Wirtschaftsministeriums laut einem Bericht des Slovak Spectator. Das Unternehmen erwäge “auf längere Sicht”, ein Werk in Europa zu bauen. Höchstwahrscheinlich wird die slowakische Regierung Anreize in Form von Subventionen, Ausnahmeregelungen oder vereinfachten Regularien anbieten. Auch andere europäische Länder wie Tschechien, Polen oder die Niederlande sind bereits an Tesla herangetreten um für einen Standort in ihren Ländern zu werben. Die Investitionssumme wird dem Vernehmen nach relativ groß sein und voraussichtlich Tausende Jobs in der jeweiligen Region schaffen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte im Juni Pläne sein Interesse an einem europäischen Standort bekundet ? sobald die jährlichen Verkäufe seiner Elektrosportwagen 500.000 Einheiten weltweit und 160.000 Einheiten in Europa übersteigen. Von diesen Zahlen ist der Hersteller allerdings noch sehr weit entfernt. IHS Automotive prognostiziert beispielsweise für das Model S in Europa einen Absatz von gut 9000 Einheiten in diesem Jahr. “Diese Zahlen sind zu klein, um eine Investition in Europa zu rechtfertigen”, analysiert IHS Automotive. Weltweit hat Tesla im vergangenen Jahr 22.500 Elektrolimousinen verkauft, in diesem Jahr sollen es laut Musk 35.000 werden.

Ebenso hegt der Hersteller nach eigenem Bekunden Pläne für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Großbritannien, um Modelle speziell für den europäischen Markt anzupassen und zu kreieren. Einen Zeitpunkt für die mögliche Realisierung der beiden Vorhaben nannte Musk aber bislang nicht.

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Andreas Karius/IHS