Akio Toyoda

Toyota-Chef Akio Toyoda will die Schlagkraft seines Managements deutlich erhöhen. - Bild: Toyota

Von den sieben Vizepräsidenten, die direkt unter dem Firmenchef Akio Toyoda stehen, würden drei zurücktreten, teilte der Autobauer am Mittwoch mit. Toyoda hatte erst vor zwei Jahren die Zahl der Direktoren von 27 auf elf reduziert. Der Enkel des Konzerngründers will damit die Schlagkraft im Wettlauf mit den härtesten Konkurrenten General Motors und Volkswagen erhöhen.

Atsushi Niimi, der für die Produktion und die Lieferkette nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan im März 2011 zuständig war, sowie Shinichi Sasaki, der sich bisher um die Qualitätskontrolle kümmert, werden zurücktreten, teilte Toyota weiter mit. Ein dritter Rücktritt betrifft Yukitoshi Funo, der die Geschäfte des japanischen Autobauers in Asien verantwortet.

Als ersten ausländischen Direktor wählte Toyota den ehemaligen General-Motors-Topmanager Mark Hogan, der einst ein Joint-Venture von Toyota und GM leitete.

Toyota will seinen Spitzenplatz weiter behaupten

Toyota hatte zuletzt mit vielen Problemen zu kämpfen, Rückrufaktionen unter anderem wegen klemmender Gaspedale hatten den Konzern in eine Krise gestürzt. Autobesitzer in den USA hatten moniert, ihre Wagen hätten dadurch von selbst beschleunigt. Im Nachhinein stellten sich viele Fälle zwar als Fahrfehler heraus, doch das Verkehrsministerium in Washington war der Ansicht, dass Toyota die technischen Defekte zu lange verschwiegen hätte.

Zudem kämpften die Japaner in den vergangenen Jahren mit den Folgen des Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe im März 2011. Die Dreifach-Katastrophe hatte bei Toyota zu starken Produktionsausfällen geführt. Die Japaner hatten deswegen 2011 die Position als weltgrößter Autobauer an General Motors verloren.

Im vergangenen Jahr konnte Toyota den Absatz aber um 23 Prozent auf den Rekordwert von 9,75 Millionen steigern und damit wieder an den Amerikanern vorbeiziehen. Im Kampf um die Vormachtstellung unter den Autoherstellern ringt Toyota auch mit dem Volkswagen-Konzern. Die Niedersachsen sind Nummer eins in Europa und wollen spätestens 2018 weltweit ganz oben stehen.

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dpa/Guido Kruschke