Toyota Highlander

Bald läuft auch der Highlander wieder vom Band - Toyota USA wird seine Produktion wieder hochfahren. - Bild: Toyota

Ab Juni dürften die Fabriken auf 70 Prozent ihrer Kapazität laufen, teilte Toyota USA am Mittwoch mit. Im Mai hat ein massiver Mangel an Komponenten aus Japan die Produktion auf 30 Prozent absinken lassen. Den Großteil der Woche stehen die US-Werke still.

Toyota will einige besonders gut laufende Modelle in den USA sogar wieder auf vollen Touren produzieren, dazu gehört der Kompaktwagen Corolla, die Limousine Camry, der Van Sienna sowie der Geländewagen Highlander. Seine Leute und die Zulieferer arbeiteten daran, die komplette Teileversorgung aus Japan wieder herzustellen oder Alternativen zu finden, sagte Toyota-Manager Steve St. Angelo.

Das Erdbeben vom 11. März und seine Folgen hatten den weltgrößten Autohersteller hart getroffen. Weil die eigenen Komponentenwerke und die japanischen Zulieferer teils bis heute ausgefallen sind, stockt die Produktion im Heimatland und im Ausland. Auch in Europa müssen sich die Kunden gedulden. Im vierten Geschäftsquartal, das im März endete, brach der Konzerngewinn bereits kräftig ein.

Toyota rechnet damit, dass wahrscheinlich erst im November oder Dezember Normalität in die Fabriken einkehrt. Die Toyota-Standorte außerhalb Japans erhalten zwar die meisten Teile von Zulieferern in der Region, doch einige wichtige Komponenten wie die Elektronik beziehen sie weiterhin aus dem Heimatland.

Auch in Europa musste der Toyota-Konzern seine Fertigung drosseln. Konkurrenten wie Honda oder Nissan stehen vor ähnlichen Problemen. Selbst US-Autokonzerne wie GM oder Ford hatten vereinzelt die Bänder kurzfristig anhalten müssen. Auch bei Opel in Eisenach und im spanischen Saragossa fielen Schichten aus.

dpa-AFX/Guido Kruschke