Toyota geht davon aus, dass bis 2050 zehn bis 15 Millionen Wasserstoff-Pkw und 500.000 Lkw unterwegs sein werden. Die Wasserstoff-Limousine Toyota Mirai. Bild. Toyota

Toyota geht davon aus, dass bis 2050 zehn bis 15 Millionen Wasserstoff-Pkw und 500.000 Lkw unterwegs sein werden. Die Wasserstoff-Limousine Toyota Mirai. Bild. Toyota

In Sachen Brennstoffzelle gehört Toyota zu den Vorreitern. Jetzt will der japanische Autobauer seine Ambitionen auf dem Gebiet ausweiten: „Die Welt im 21. Jahrhundert muss zu einem CO2-armen Energiebedarf übergehen“, erklärt Takeshi Uchiyamada, Vorstand der Toyota Motor Corporation und ist zudem einer der Vorsitzenden des Wasserstoff-Rats. „Wasserstoff ist eine unverzichtbare Ressource, um diesen Übergang zu schaffen, weil er Wind-, Solar- und andere erneuerbare Energien speichern und transportieren kann, um Verkehrsmittel und andere Dinge anzutreiben.“ Der Wasserstoff-Rat hat dafür sieben Einsatzgebiete für den alternativen Energieträger identifiziert und will Regierungen und Investoren ermutigen, Wasserstoff in ihren Energieplänen zu berücksichtigen. „Je früher wir die Wasserstoff-Wirtschaft in Gang bringen, umso besser. Wir sind alle bestrebt, dies Wirklichkeit werden zu lassen“, Uchiyamada. 

Gemeinsam mit dem Wasserstoff-Rat, in dem unter anderem Fahrzeughersteller wie Audi, BMW, Daimler, General Motors und Toyota sowie Energie- und Technologieunternehmen wie Air Liquide, Alstom, Linde und Shell vertreten sind, stellte das Beratungsunternehmen McKinsey am Rande der Weltklimakonferenz in Bonn seine Wasserstoff-Studie „Hydrogen, Scaling up“ vor. Das daraus resultierende Fazit: Wasserstoff liefert nicht nur einen wichtigen Beitrag zur weltweiten CO2-Reduktion. Der alternative Energieträger wird bis 2050 ein jährliches Geschäftsvolumen von 2,5 Milliarden US-Dollar generieren und mehr als 30 Millionen neue Jobs schaffen. Im großen Maßstab könnte Wasserstoff im Jahr 2050 dem Report nach fast ein Fünftel des Energiebedarfs decken. Dadurch würden die jährlichen CO2-Emissionen im Vergleich zu heute um etwa sechs Gigatonnen sinken, wodurch Wasserstoff mit fast 20 Prozent zur Begrenzung der Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius beitragen würde.

Wasserstoffautos auf dem Vormarsch

Allein im Mobilitätssektor sieht der Wasserstoff-Rat ein Potenzial von zehn bis 15 Millionen Pkw und 500.000 Lkw, die mit Wasserstoff betrieben werden, teilt der japanische Autobauer Toyota mit. Ach in Bereichen wie Industrieprozessen und Rohmaterialien, der Wärmegewinnung sowie bei Stromerzeugung und -speicherung wäre ein Einsatz denkbar. Bis 2050 könnte sich der Studie zufolge die jährliche Wasserstoff-Nachfrage auf nahezu 80 Exajoule (EJ) verzehnfachen, was 18 Prozent des Gesamtenergiebedarfs im Zwei-Grad-Szenario 2050 entspräche. In einer Zeit, in der die weltweite Bevölkerung um zwei Milliarden Menschen wächst, bieten Wasserstofftechnologien laut Toyota dabei die Möglichkeit für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

Dieses Ziel erfordert allerdings erhebliche Investitionen: rund 20 bis 25 Milliarden US-Dollar pro Jahr, insgesamt 280 Milliarden US-Dollar bis 2030. Laut der Studie wäre der Investitionsplan mit den richtigen Rahmenbedingungen und langfristiger stabiler Koordination und Anreize umsetzbar. Weltweit werden bereits mehr als 1,7 Billionen US-Dollar pro Jahr in den Energiebereich investiert, darunter 650 Milliarden US-Dollar für Öl und Gas, 300 Milliarden US-Dollar für erneuerbare Energien und mehr als 300 Milliarden US-Dollar für die Automobilindustrie.

Toyota brachte mit dem Mirai 2015 die erste Brennstoff-Limousine in Großserie auf den Markt. Eine Brennstoffzelle wandelt dabei Wasserstoff in elektrische Energie um: Der Mirai ist also ohne CO2- und Schadstoffemissionen unterwegs. Das Modell weist eine ähnliche Reichweite auf, wie konventionell angetriebene Fahrzeuge. Auch der Tankvorgang dauert hier nicht wesentlich länger.

  • Das Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle sowie kurze Betankungszeiten sollen den GLC F‑CELL künftig zu einem alltagstauglichen elektrischen Begleiter für die Langstrecke machen. Bild: Daimler

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  • Mercedes-Benz GLC F-Cell. Bild: Daimler

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