Vom aktuellen Rückruf betroffen: Toyotas Lexus GX 460. - Bild: Toyota

Vom aktuellen Rückruf betroffen: Toyotas Lexus GX 460. - Bild: Toyota

Der Verkaufsstopp ist eine Reaktion auf einen sehr kritischen Bericht des amerikanischen Verbrauchermagazins Consumer Reports. Die in Amerika angesehene Zeitung hatte das Fahrverhalten des Lexus-Modells bei hohen Geschwindigkeiten bemängelt und in einem für die Publikation höchst seltenen Schritt vom Kauf abgeraten, wie die FAZ jetzt berichtet.

Bei rasanter Fahrweise drohe dem Bericht zufolge das Heck des Autos auszuscheren, bevor computergesteuerte Kontrollen das Fahrzeug stabilisieren können. Nach der Vermutung der Ingenieure und Testfahrer von Consumer Reports, einer Art Stiftung Warentest in Amerika, drohen durch die Schwachstelle in der Elektronik Unfälle, bei denen sich die Autos überschlagen könnten. Zuletzt hatte die Zeitschrift im Jahr 2001 Kunden vom Kauf eines bestimmten Automodells abgeraten, damals handelte es sich um einen Mitsubishi Montero Limited.

Von Toyota hieß es, der Konzern unterziehe seine Fahrzeuge laufend aufwändigen Tests und gehe davon aus, dass der Lexus GX 460 den hohen Sicherheitsanforderungen entspreche oder sie sogar übertreffe. Das von der Zeitschrift identifizierte Problem nehme Toyota aber „sehr ernst“ und werde es untersuchen, heißt es in der FAZ weiter.

Deutschland ist von dem Verkaufsstopp nicht betroffen, da der Geländewagen hier nicht angeboten wird. Das Modell wird vor allem in den Vereinigten Staaten verkauft sowie in China oder Russland. Die Stückzahlen sind vergleichsweise klein: Nach den Angaben von Toyota sind von dem Modell in den Vereinigten Staaten bisher 5.400 Stück verkauft worden, in Russland 140.

Der GX 460 des von dem Text betroffenen Modelljahrgangs 2010 ist auch erst seit einigen Monaten auf dem Markt. Besorgten Kunden stellt der Konzern auf Wunsch einen Leihwagen. Der Testbericht weckt Erinnerungen an den legendären Elchtest der A-Klasse von Mercedes-Benz.