Toyota_Werk_San Antonio

Vom Tropensturm Harvey blieb das Toyota-Werk in San Antonio verschont, durch Ausfälle in der Zulieferkette kommt es aber zu massiven Produktionsstörungen. Bild: Toyota

Zwar ist Harvey bereits zum Tropensturm herunter gestuft, die massiven Regenfälle sorgen aber weiter für Katastrophenalarm in Texas. Auch die Autoindustrie dort ist schwer getroffen. So wurden durch den Sturm und die sintflutartigen Regenfälle nach ersten Schätzungen zwischen 300.000 und 500.000 Fahrzeuge zerstört. In den großen texanischen Autofabriken von GM (Arlington) und Toyota (San Antonio) soll es zu massiven Produktionsausfällen kommen. Zwar sind die Städte in relativ geringem Umfang von „Harvey“ selbst betroffen, durch fehlende Zulieferteile werde die Fahrzeugfertigung aber stark behindert.

Am direktesten schlägt die Katastrophe auf wirtschaftlicher Ebene auf den Autohandel durch. Hunderte Betriebe wurden geflutet und werden wohl erst in mehreren Wochen wieder eröffnen. Eine Vielzahl Neuwagen wurden zerstört, die Auslieferung von 20.000 bis 40.000 Fahrzeugen werde sich deutlich verzögern.

Kurzfristig werde dies auch Spuren in den Absatzzahlen hinterlassen. Zyniker merken an, dass die Katastrophe im weiteren Verlauf für eine Sonderkonjunktur beim Autoabsatz in Texas sorgen werde. Auf Texas entfallen neun Prozent der Gesamtzulassungen in den USA, damit ist der Bundesstaat nach Kalifornien das zweitgrößte Autoland in den Staaten.