Timothy Geithner

Rettungsaktion beendet: Die Obama-Administration scheut angesichts des niedrigen Aktienkurses und Milliarden-Verlusten vor einem schnellen Ausstieg zurück. - Bild: US-Finanzministerium

Nach zwei Jahren könnte der Ausstieg nun erfolgen. Uneins scheinen sich der US-Autobauer aus Detroit und die Regierung allerdings noch über den richtigen Zeitpunkt des Anteilsverkaufs zu sein. Wie aus unternehmensnahen Kreisen verlautet, soll der Ausstieg GM zufolge sobald als möglich erfolgen. Die Obama-Administration scheue aber angesichts des niedrigen Aktienkurses und Milliarden-Verlusten davor zurück.

Die Politiker favorisierten daher einen Verkauf des verbliebenen 27-prozentigen Anteils im August oder im September und damit nach dem nächsten Quartalsbericht des Detroiter Konzerns. Vor rund sieben Monaten hatte sich der Staatsbesitz im Zuge des Börsengangs von 61 Prozent reduziert.

US-Regierung spielt auf Zeit

Um Plus-Minus-Null aus dem insgesamt 50 Milliarden US-Dollar umfassenden Unterstützungspaket für GM herauszukommen, müsste das Schatzamt nun die verbliebenen 500 Millionen Aktien zu 53 US-Dollar je Anteil verkaufen. Am Mittwoch notierte die Aktie des Autokonzerns aber knapp unter der Marke von 30 Milliarden US-Dollar. Bei einem Verkauf zu diesem Preis würden sich die Verluste der US-Steuerzahler auf etwa 12 Milliarden US-Dollar summieren.

Die US-Regierung spielt angesichts der schwächer als erwarteten Entwicklung der GM-Aktie auf Zeit. Sie will sich von dem verbliebenen Anteil aber spätestens bis Jahresende trennen, um damit mögliche Kontroversen im Präsidentenwahljahr 2012 zu vermeiden. GM fordert dagegen einen schnellen Verkauf. Denn die staatliche Beteiligung beschränkt die Gehälter von Führungskräften erheblich. Die Opel-Mutter hat eigenen Angaben zufolge Schwierigkeiten, Top-Talente anzuwerben.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke