GM_Werk_Lordstown

Das Werk Lordstown ist eine von vier Autofabriken, in denen GM den Betrieb einstellen will. Archivbild: GM

Die demokratischen US-Abgeordneten Andy Levin und Tim Ryan wollen die für Dienstagabend (5. Februar) geplante Rede an die Nation von Präsident Donald Trump dazu nutzen, gegen die Sparpläne von GM zu protestieren und reisen dazu mit hochrangigen Vertretern der Gewerkschaft UAW zu Trumps Rede an. Er hoffe, so Levin, dass Trump klare Worte in Richtung General Motors finde.

Dem US-Autobauer bläst zunehmend Wind aus dem politischen Lager ins Gesicht, seit die Pläne zu Werksschließungen, respektive -stilllegungen publik wurden. GM will innerhalb der nächsten Wochen und Monate in den Auto- und Motorenfabriken Detroit Hamtramck und Warren (Michigan), Lordstown (Ohio) und Oshawa (Ontario, Kanada) den Betrieb einstellen und dann im weiteren Verlauf des Jahres beschließen, ob und wie es mit den Werken weiter geht. Von den Maßnahmen sind 8.000 fest angestellte Mitarbeiter und 3.300 Zeitarbeiter betroffen. GM begründet den Schritt mit der stark rückläufigen Nachfrage nach Limousinen in Nordamerika.

Das drohenden Werksschließungen nehmen die Trump-Kritiker zum Anlass zu direkter Kritik am US-Präsidenten. So moniert Andy Levin, US-Abgeordneter aus Michigan, dass Trump seine große Steuerreform mit dem Versprechen nach neuen Jobs in den USA durchgedrückt hat. Davon, so Levin, sei nichts zu merken. Der demokratische Abgeordnete forderte Trump zu Maßnahmen gegen GM auf. Drastisch kommentierte Levin, dass GM nahezu zeitgleich mit den Werksschließungen in den USA angekündigt hat, den nächsten Chevrolet Blazer in Mexiko zu bauen. Detroit News zitiert Levin mit dem Satz, dass es ihn "ankotze", dass GM ein ikonisches US-Modell in Mexiko baue (wörtlich: "it pisses me off...")