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Ein Bezirksgericht hat entschieden, dass US-Autobesitzer Toyota wegen möglicher Defekte verklagen dürfen. - Bild: Toyota

Ein Bezirksgericht im US-Bundesstaat Kalifornien entschied, die Hinweise auf ein womöglich nicht funktionierendes Beschleunigungssystem seien ausreichend, um die Klagen fortzusetzen. Die Kläger werfen dem Konzern vor, Toyota sei sich der Tatsache bewusst gewesen, dass die Wagen unerwartet beschleunigen können, habe sich aber geweigert, ein Sicherheitssystem einzubauen. Dies weist Toyota zurück.

“Dieser Fall ist für Millionen Toyota-Besitzer von entscheidender Bedeutung und wir freuen uns, unsere Anschuldigungen vor Gericht zu beweisen”, sagte der Anwalt der Kläger nach dem Urteil. “Wir glauben – und wollen beweisen – dass Toyota den Defekt kannte und beschlossen hat, nicht zu handeln und die Verbraucher zu schützen.” Toyota erklärte, es sei nun an den Klägern, ihre Anschuldigungen zu beweisen – “und Toyota ist sicher, dass solche Beweise nicht existieren”. Die Kläger jagten der “Phantomtheorie” eines Defektes hinterher, den sie nicht identifizieren könnten.

Toyota musste seit 2009 aufgrund verschiedener Fehler insgesamt mehr als 12 Millionen Autos zurückrufen. Dies beschädigte das Image des Konzerns als besonders sicherer Autobauer. Das Unternehmen zahlte auch rund 50 Millionen US-Dollar Strafe an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke