Ford Sport Trac

In den USA hat Ford, wie hier mit dem Sport Trac, bei den Absatzzahlen im März die Nase vorn. - Bild: Ford

Bei Ford stieg der Absatz um 19 Prozent auf knapp 213.000 Pkw, Trucks und Geländewagen, GM verkaufte 207.000 Autos und damit ebenfalls mehr als vor einem Jahr. Mit fast 10 Prozent fiel das Plus aber schwächer aus als noch im Februar. Ford profitierte erneut von Flottenverkäufen, während bei Einzelkunden GM die Nase vorn hatte.

Chrysler gelang eine Absatzsteigerung von fast einem Drittel. Mit knapp 122.000 Fahrzeugen erzielte der von Fiat geführte Hersteller den stärksten Monatsabsatz seit Mai 2008. Angeboten wird seit März auch der Fiat 500. Chrysler meldete 500 verkaufte Einheiten.

Nur knapp hinter Chrysler lag der japanische Nissan-Konzern, der mit 27 Prozent Absatzplus den besten Verkaufsmonat in den USA überhaupt meldete. Honda verkaufte fast 134.000 Fahrzeuge und meldete ein Wachstum von bald einem Fünftel. Der Absatz von Toyota ging dagegen um 5,7 Prozent zurück.

Bei Ford ist das erneute Wachstum insofern bemerkenswert, als der Konzern schon vor einem Jahr ein Absatzplus von 40 Prozent geschafft hatte. Während bei General Motors alle vier Konzernmarken zulegten, profitierte Ford ausschließlich von der Marke Ford. Die Verkäufe der teureren Lincoln-Modelle gingen um 2,2 Prozent zurück.

Bei GM dürfte das geringere Wachstum auch damit zu tun haben, dass der Konzern seine Rabatte gegenüber Januar und Februar erheblich zurückgefahren hat. Verglichen mit dem Vormonat verkaufte der Konzern aus Detroit weniger Autos als im ersten Frühjahrsmonat. Üblicherweise ziehen die Verkaufszahlen im März aber an. Die Verkaufsanreize seien auf dem niedrigsten Niveau seit dem Ende der Insolvenzphase im Sommer 2009, erklärte GM.

GM-Verkaufschef Don Johnson sprach mit Blick auf Japan von erheblichen Unsicherheiten für die Produktion. Probleme mit Zulieferern haben zu zeitweiligen Stopps bei der Autofertigung geführt. Auf der Verbraucherseite führe der hohe Benzinpreis die Käufer verstärkt zu kleineren Modellen, sagte Johnson. Die US-Hersteller profitieren vor allem von ihrer Modellpalette an großen Pickups und Geländewagen.

Für deutsche Hersteller geht es weiter nach oben

Porsche Cayenne

Porsches Geländewagen Cayenne gehört auch im März mit zu den Bestsellern. - Bild: Porsche

Positive Absatzzahlen meldeten auch die deutschen Hersteller. Porsche verkaufte im März 2.588 Autos in den Vereinigten Staaten, das sind 36 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders der neue Cayenne war ein Renner. Von ihm wurden 1.049 Stück geordert, mehr als anderthalb Mal soviel wie vor Jahresfrist. Vom Panamera setzte Porsche 654 Einheiten ab, vom 911er 609 und damit soviele wie vor einem Jahr.

Bei Mercedes-Benz fiel das Wachstum mit 12,6 Prozent moderater aus, wobei vor allem der Absatz des Transporters Sprinter stark ausfiel. Der reine Pkw-Absatz legte um 9,4 Prozent auf 21.484 Einheiten zu. Stärker nachgefragt waren hier besonders M- und E-Klasse-Modelle. Von dem Kleinwagen smart wurden dagegen mit 425 Einheiten 37 Prozent weniger abgesetzt als im Vorjahresmonat.

Die BMW AG setzte rund 26.400 Fahrzeuge ab, ein Plus von 21,7 Prozent. Von der Marke BMW verkaufte der Konzern mit fast 20.300 Fahrzeugen 12,4 Prozent mehr. Für die Marke Mini verzeichnete BMW den besten März und den zweitbesten Absatzmonat in den USA überhaupt, der Absatz legte um 69 Prozent auf 6.087 Einheiten zu.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke