Chrysler Headquarters

Die US-Regierung verkauft ihre Chrysler Beteiligung am Autokonzern Chrysler an den italienischen Autobauer Fiat. - Bild: Chrysler

Das teilte das US-Finanzministerium am späten Donnerstag in Washington mit. Der Fiat-Anteil an Chrysler beläuft sich bisher auf 46 Prozent.

Fiat will zusätzlich 75 Millionen Dollar für das Recht auf den Tisch legen, die Anteile aus einem Gewerkschaftspensionsfonds kaufen zu können. Die US-Regierung erhalte davon 60 Millionen Dollar und die kanadische Regierung 15 Millionen Dollar, hieß es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.

Chrysler hatte 7,6 Milliarden Dollar an Staatshilfen zurückgezahlt. Der US-Fiskus erhielt dabei 5,9 Milliarden Dollar und der kanadische Staat 1,7 Milliarden Dollar. Damit wurde auch der Weg frei für eine Mehrheitsübernahme durch Fiat.

Die US-Regierung hatte Hunderte Milliarden Dollar sogenannter TARP-Hilfen bereitgestellt, um Unternehmen in der Wirtschaftskrise vor dem Untergang zu retten. Rund 16 Milliarden US-Dollar der in den Jahren 2008 und 2009 gezahlten Finanzspritzen von insgesamt 80 Milliarden US-Dollar könnten vermutlich nicht wieder hereingeholt werden, schrieb das Weiße Haus in einem veröffentlichten Bericht anläßlich des für diesen Freitag angesetzten Besuchs von Präsident Barack Obama eines Chrysler-Werkes in Toledo, Ohio.

Fiat, die vor zwei Jahren bei dem US-Autokonzern eingestiegen waren, wird nach Übernahme des Staatsanteils 52 Prozent an Chrysler halten.

dpa-AFX/Guido Kruschke