Nissan Leaf

Derzeit läuft es alles andere als blendend für den Nissan Leaf in den Vereinigten Staaten. Bild: Nissan

| von Gabriel Pankow

Aus Daten des Analyse-Instituts IHS Automotive geht hervor, dass Nissan vergangenen Monat vom Leaf nur 1.095 Einheiten verkaufte. Im Juni des Vorjahres waren es noch über 2.000 Exemplare. Von Januar bis einschließlich Juni dieses Jahres setzte der Japan-OEM knapp 5.800 Exemplare des Leaf ab.

Der Absatz-Absturz ist krass. Die Marktbeobachter von IHS Automotive sehen dafür vor allem einen Grund. Viele potentielle Leaf-Kunden warten schlicht und einfach auf das neue Modell des Nissan-Stromers. Das soll nämlich mit einem 60 kWh starken Akku vorfahren. Der wäre damit also deutlich leistungsfähiger als das aktuelle Modell. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht, der neue Leaf soll laut Unternehmenskreisen aber dadurch eine rein elektrische Distanz von fast 325 Kilometern schaffen.

Während also viele potentielle Leaf-Käufer lieber auf das neue Modell warten, gehen die Verkaufszahlen des Konkurrenten Chevy Volt derzeit durch die Decke. Der Absatz des Plug-In-Hybrids ist im Juni um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert nach oben gegangen. Über 1.900 Einheiten des Chevrolet Volts setzte GM damit ab. Von Januar bis einschließlich Juni verkaufte der Konzern damit über 9.800 Exemplare des Plug-In-Hybriden.

Ein möglicher Vorteil gegenüber dem Leaf liegt wohl in seinem Konzept. Fahrer des Volts müssen keine Reichweitenangst haben. Schließlich verfügt der Wagen über einen zusätzlichen Benzinmotor. GM verspricht für den Wagen eine Reichweite von über 1.000 Meilen – vorausgesetzt der Plug-In-Hybrid wird regelmäßig an die Steckdose gehängt.

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