VW Werk Chattanooga

In Reih und Glied: Im US-Werk Chattanooga produziert VW unter anderem die US-Version des Passats. – Bild: Volkswagen

Angetrieben von steigenden Golf-Verkäufen geht der Aufwärtstrend für Volkswagen in den USA weiter. Der Absatz der Hausmarke VW kletterte im Juli um 2,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 31.300 Autos. Nach langer Durststrecke ist es bereits der dritte Monat mit einem Verkaufsplus in Folge. Der Anstieg fiel allerdings schwächer aus als in den beiden Monaten zuvor.

Audi und Porsche mit Absatzplus

Auch bei den VW-Töchtern Audi und Porsche läuft es weiter rund. Während Porsche den Absatz um zehn Prozent steigerte, brachten kräftige Zuwächse bei den SUV Audi sogar ein Plus von 21 Prozent. Doch nicht alle deutschen Anbieter konnten zuletzt zulegen. Schwächelnde Nachfrage nach Limousinen der 3er-, 4er und 5er-Reihen ließen die Verkäufe von BMW um 0,2 Prozent auf 32.161 Autos sinken.

Ebenso für die BMW-Tochter Mini lief es in den USA schlechter: Die Verkäufe schrumpften um 10,7 Prozent. Vor allem die Mini-Geländeversion Countryman war weniger gefragt. Sinkende Verkäufe bei der Kleinwagen-Tochter Smart haben auch Daimler ein Absatzminus eingebrockt. Die Verkäufe des Konzerns schrumpften um zwei Prozent auf 30.130 Autos.

US-Autobauer im Aufwind

Zu den Gewinnern des vergangenen Monats zählten die großen US-Hersteller. General Motors und Fiat Chrysler brachten jeweils gut sechs Prozent mehr Wagen auf die Straße. Ford schaffte ein Plus von fünf Prozent. Der Autobauer aus Detroit schrieb das Wachstum seinen neuen Modellen zu. Die Pickup-Serie namens F, zu der auch das wieder aufgelegten Pick up-Modell F-150 gehört, steigerte ihre Verkäufe um 4,8 Prozent auf 66.288 Stück. Der Mustang-Absatz sprang im Juli um 29 Prozent, die Explorer-Verkäufe legten um 27 Prozent zu. Bei General Motors half ein 24-prozentiger Anstieg der Nachfrage nach Pickup, Lieferwagen und SUVs der Marke Chevrolet zum besten Juli-Absatz seit 2006. Der Absatz der Marke Buick stieg mit 18 Prozent ebenfalls kräftig. Mit Zuwächsen von knapp acht Prozent konnten auch die japanischen Autobauer Nissan und Honda Erfolge feiern. Der große VW-Rivale Toyota wurde hingegen nur 0,6 Prozent mehr Fahrzeuge los.

Laut Daten von “Automotive News” wurden in den USA im Juli insgesamt 1,51 Millionen Wagen an die Kundschaft gebracht und damit 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bleibt die Branche auf Kurs, in diesem Jahr die Marke von 17 Millionen verkauften Fahrzeugen zu knacken. Das gelang seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.

Der Markt wird weiter durch niedrige Zinsen und günstige Spritpreise angetrieben. Energieeffizienz hat als Kaufanreiz stark eingebüßt. Während schwergewichtige Benzinschlucker Absatzerfolge sichern, sind die Verkaufszahlen von Hybrid-Modellen wie GM’s Volt oder Fords C-Max im Keller. Das gilt auch für Nissans Elektroauto Leaf. So machten in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als die Hälfte aller Neuwagenverkäufe aus – und der Prozentsatz steigt. Der Marktanteil von Pickups stieg um einen vollen Prozentpunkt auf 12,3 Prozent, jener von Mittelklassewagen sank laut Ford um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent.

Quelle: Dow Jones Newswires / dpa-AFX

gp