VW Jetta USA

Volkswagen USA will mit dem neuen Passat und dem Jetta auf dem Massenmarkt weitere Kundengruppen ansprechen. - Bild: VW

“Wir verkaufen unsere Autos zu einem Preis, der den Kunden viel Auto fürs Geld bietet und zugleich der Marke Volkswagen gerecht wird”, sagte Amerikachef Jonathan Browning der “Financial Times Deutschland”.

Um die Zielvorgabe zu erreichen, den US-Absatz bis 2018 auf 800.000 Autos zu verdreifachen, senkt VW die Preise – und macht dafür erhebliche Zugeständnisse bei Ausstattung und Qualität. “Wir wollen mit dem neuen Passat und dem Jetta auf dem Massenmarkt weitere Kundengruppen ansprechen, die wir bisher noch nicht für Volkswagen gewinnen konnten.”

Im größten Absatzmarkt der Welt konnte VW dem Blatt zufolge seit den 70er-Jahren nur noch bescheidene Erfolge vorweisen. General Motors (GM), Ford und Toyota ringen um die großen Anteile im Massenmarkt und lieferten sich zuletzt harte Preiskämpfe. Sie werden jetzt auch von VW über den Preis attackiert: Der neue Jetta kostet in den USA der Zeitung zufolge in der Grundausstattung nur 16.000 Dollar (etwa 11.000 Euro) – und damit weniger als das Vorgängermodell. Der neue Passat soll der Zeitung zufolge ab Herbst für 20.000 Dollar angeboten werden.

Nicht ohne Risiko

Nach Einschätzung von Branchenkennern ist das Billigkonzept nicht ohne Risiken. Das niedrige Preisniveau könne auch angesichts schlechter Testergebnisse für den in Mexiko produzierten Jetta auf die Qualität durchschlagen.

Im neuen US-Werk in Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) beginnt derzeit die Fertigung des amerikanischen Passat. Browning kündigte weitere Investitionen in die Standorte an, auch im mexikanischen Puebla werde die Produktion ausgebaut. Neben der größeren Nähe zu den Kunden wollen ausländische Autobauer mit ihren Werken in Nordamerika vor allem auch Wechselkurseffekte bei Importen auffangen.

dpa-AFX/Guido Kruschke