VW FAW China

Martin Winterkorn: "Zusammen mit unserem Partner FAW haben wir eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Mobilität in China gespielt und mehr als 15.000 Arbeitsplätze geschaffen." - Bild: VW

Seit Gründung des Gemeinschaftsunternehmens 1991 wurden fünf Millionen Fahrzeuge gebaut, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für dieses Jahr werde erstmals ein Produktionsvolumen von mehr als einer Million Wagen erwartet.

In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, VW wolle den Anteil am Gemeinschaftsunternehmen von derzeit 40 Prozent auf 49 Prozent aufstocken. VW wollte sich nicht dazu äußern. Einer Anteilsvergrößerung müssten die chinesischen Behörden zustimmen. Auf VW würde mit einer wachsenden Beteiligung auch ein höherer Anteil am Gewinn entfallen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

“Zusammen mit unserem Partner FAW haben wir eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Mobilität in China gespielt und mehr als 15.000 Arbeitsplätze geschaffen”, sagte Konzernchef Martin Winterkorn bei der Jubiläumsveranstaltung in Changchun. Für den VW-Konzern ist China seit 2009 der größte Absatzmarkt. In dem Gemeinschaftsunternehmen werden Fahrzeuge der Marken VW Pkw und Audi sowie Teile und Komponenten hergestellt.

Außer mit FAW unterhält Volkswagen ein zweites chinesisches Gemeinschaftsunternehmen mit der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC), an dem die Niedersachsen 50 Prozent halten. Insgesamt fertigten die beiden Gemeinschaftsunternehmen im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Fahrzeuge. Der VW-Konzern strich ein anteiliges operatives Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro aus den chinesischen Joint Ventures ein.

Der Konzern hat derzeit mehr als 40.000 Beschäftigte an seinen chinesischen Standorten. Neben der Kernmarke VW-Pkw verkaufen sich auch Modelle von Audi und Skoda gut. Auf wachsendes Interesse bei den “neuen Reichen” in China stoßen außerdem Oberklasse- und Sportwagen. Alle neun VW-Marken wollen nach Unternehmensangaben in diesem Jahr zum ersten Mal insgesamt mehr als zwei Millionen Autos in China ausliefern.

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dpa/Guido Kruschke