VW Up Studie

Der Volkswagen Up! soll der preiswerte Kleinwagen für Schwellenländer werden. - Bild: VW

Drang an die Spitze:

Aus Sicht von Betriebsratschef Bernd Osterloh spielen für VW dabei strategische Partnerschaften mit lokalen Anbietern eine Schlüsselrolle. “Natürlich darf Volkswagen die Kräfte nicht überdehnen. Aber es bieten sich eine Menge Chancen auf dem Weltmarkt”, sagte Osterloh dem “Handelsblatt”. Vorbildfunktion habe die Partnerschaft in Südostasien. Dort bereitet VW die Produktion von Passat und Jetta beim Partner DRB Hicom in Malaysia vor. Dieses Modell könne auch in weiteren Regionen funktionieren, sagte Osterloh.

Im Zentrum der weiteren Ausdehnung stehen für den VW-Betriebsratschef Südamerika und Asien. “In Südamerika brauchen wir weitere Kapazitäten, nicht nur für Brasilien, sondern auch für andere Länder”, sagte Osterloh. Zusätzlichen Absatz sollen in Südamerika neue Modelle schaffen. “In der Kompaktklasse bieten wir in Südamerika nur den Golf 4 an. Das reicht auf Dauer sicher nicht.”

Kleinwagen Volkswagen Up für Schwellenländer

Im Fokus stehe zudem Indien. “In Indien müssen wir früher oder später über eine Kapazitätsaufstockung nachdenken”, sagte Osterloh. Die Nachfrage sei sehr gut.

Parallel treiben die VW-Ingenieure Pläne für einen preiswerten Kleinwagen voran. Basis soll das im Herbst debütierende Modell Up sein, das im slowenischen Bratislava gebaut wird. Geprüft werde eine deutlich abgespeckte Variante für Schwellenländer wie Indien. “Es ist sicherlich wirtschaftlich nicht sinnvoll, den Up für Schwellenländer in Bratislava zu produzieren”, sagte der Betriebsratschef. “Deshalb muss das Fahrzeug vor Ort gefertigt werden und die entscheidenden Bauteile müssen auch vor Ort eingekauft beziehungsweise hergestellt werden.”

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke