VW Indien

Bislang konnte Volkswagen in Indien nicht so recht Fuß fassen - das soll sich ändern. Bild: Volkswagen

Als erstes soll dort ein 1,5-Liter-Diesel-Motor gebaut werden, der in dem im Juli vorgestellten Fließheck-Polo zum Einsatz kommt. Bislang hat sich VW die lokale Motorenfertigung in Indien bereits 30 Millionen Euro kosten lassen.

Die Wolfsburger hatten bereits im Juli angekündigt, in den nächsten fünf bis sechs Jahren umgerechnet etwa 183 Millionen Euro in Indien investieren und mit dem Geld vorwiegend eine neue Motoren- und Getriebefertigung aufbauen zu wollen. Das Ziel: Autos sollen zu wettbewerbsfähigen Preisen verkauft und der bislang verschwindend geringe Marktanteil in Indien gesteigert werden. Bisher kommt der DAX-Konzern dort gerade mal auf einen Marktanteil von unter 1 Prozent. Von April bis Juli verkaufte VW in Indien 12.178 Fahrzeuge – das sind 38 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum zogen die Neuwagen-Verkäufe in Indien insgesamt dagegen um 2,5 Prozent auf 814.757 Fahrzeuge an.

Mit der Fertigung vor Ort könnte der lokale Anteil an der Produktion des Polo nach früheren Angaben des Geschäftsführers von VW in Indien, Mahesh Kodumudi, auf etwa 90 Prozent von derzeit 65 bis 70 Prozent steigen. Volkswagen baut neben dem Polo auch die Modelle Vento und Jetta in Indien. In dem Werk in Chakan können bis zu 130.000 Fahrzeuge im Jahr gefertigt werden.

Zudem könnten dort laut VW jährlich mehr als 98.000 Motoren montiert werden. Die neue Motoren- und Getriebefertigung ausgenommen, hat VW insgesamt schon 680 Millionen Euro in das indische Werk gesteckt.

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Santanu Choudhury