Hakan Samuelsson

Hakan Samuelsson: "Schon im ersten Quartal legte Volvo in China unerwartet stark um 27 Prozent zu." - Bild: Volvo

Das größte Wachstum erwartet Volvo-Chef Hakan Samuelsson in China. Der chinesische Oberklassemarkt werde nach seiner Einschätzung um zehn bis 15 Prozent zulegen, sagte Samuelsson am Samstag auf der Automesse in Shanghai der Nachrichtenagentur dpa. “Wir wollen mindestens so schnell wie der Markt wachsen.” Im ersten Quartal legte Volvo in China schon unerwartet stark um 27 Prozent zu.

Schweden planen weitere Produktionsstätten

Der schwedische Autobauer, der seit 2010 zum chinesischen Autokonzern Geely gehört, baut seine Kapazitäten auf dem größten Automarkt der Welt stark aus. Das erste Werk im südwestchinesischen Chengdu mit einer Kapazität von 170 000 Autos soll im Juni eingeweiht werden. Auch wird ein Motorenwerk in Zhangjiakou bei Peking gebaut. Es folgt ein Werk in Daqing in Nordostchina. Die Werke sollen für den chinesischen Markt produzieren, nicht für den Export. 2012 verkaufte Volvo in China allerdings erst 42 000 Autos.

Volvo und Geely entwickeln gemeinsame Architektur

Weltweit hält Samuelsson an dem Ziel fest, etwa bis 2020 den Absatz von Volvo weltweit auf 800.000 Autos fast verdoppeln zu wollen. In diesem Jahr werden die Schweden acht neue Modelle auf den Markt bringen. “Das ist gute Planung in einem schwierigen Umfeld.” Geely helfe Volvo auf dem chinesischen Markt, doch trete die schwedische Automarke völlig selbstständig auf. Beide wollten langfristig eine gemeinsame Architektur entwickeln, die beide Autobauer nutzen könnten. “Dann gibt es viel mehr Synergien.”

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dpa/Guido Kruschke