Arbeiterin im VW-Werk in Chattanooga, Tennessee.

Arbeiterin im VW-Werk in Chattanooga, Tennessee. Bild: Volkswagen

Das bedeutet aber nicht, dass sie für die Mitarbeiter Löhne und andere Leistungen verhandeln darf. Local 42 hat laut VW mehr als 45 Prozent der Mitarbeiter hinter sich. Das ist die geforderte Schwelle, um als die einflussreichste Mitarbeitergruppe in einem dreistufigen System anerkannt zu werden. Als “Tier 3″ kann die Gewerkschaft Zusammenkünfte auf dem Werksgelände abhalten und hat das Recht, sich mit dem Personalmanagement und der Werksleitung zu treffen.

Es ist ein Erfolg für die Gewerkschaft, die aber dadurch noch nicht als Tarifpartner anerkannt wird. Dafür werden die Stimmen von mehr als der Hälfte der Belegschaft benötigt. Die UAW ist dieses Jahr damit gescheitert, die Beschäftigten bei einer Abstimmung für die Gründung eines Betriebsrats zu gewinnen. Danach gründete sie die örtliche Vertretung, um so bei den Mitarbeitern zu punkten.

Die UAW hatte gesagt, mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter seien inzwischen Mitglieder. VW teilte am Montag mit, nur Local 42 habe sich als größte Interessenvertretung mit einer Mitgliedschaft von 45 Prozent qualifiziert.

“Wenn sie über 50 Prozent haben ist das ein starkes Zeichen der UAW”, sagte Kristin Dziczek vom Center for Automotive Research. Sie habe die von VW gesetzten Hürden übersprungen. Um als Tarifpartner zu gelten, muss die UAW aber in einer Wahl unter den Mitarbeitern mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten, oder VW muss sie anerkennen.

Die Mehrheit hinter sich zu wissen ist ein Erfolg für die UAW, die versucht, bei Werken ausländischer Autobauer im Süden der USA einen Fuß in die Tür zu bekommen. VW steht einer Zusammenarbeit mit Gewerkschaften offener gegenüber als andere Konzerne.

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Mike Ramsey und Christina Rogers, Dow Jones Newswires/ks