VW Kaluga breit

Martin Winterkorn: "Bis Ende 2018 will der Volkswagen-Konzern weitere 1,2 Milliarden Euro in Russland investieren." - Bild: VW

“Russland ist für den Volkswagen-Konzern der strategische Wachstumsmarkt Nummer eins in Europa. Bis Ende 2018 investieren wir weitere 1,2 Milliarden Euro in Russland”, kündigte VW-Chef Martin Winterkorn am Dienstag an, als er Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) am VW-Werk in Kaluga bei Moskau empfing.

Absatz derzeit unter Vorjahresniveau

In dem rund 190 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Werk arbeiten derzeit rund 6.000 Mitarbeiter. Der Marktanteil der wichtigen Kernmarke VW in Russland lag 2012 bei 6,2 Prozent. Dennoch kommt der Autobauer im Land nicht so schnell voran wie geplant.

Seit 2006 habe der Konzern schon 1,3 Milliarden Euro in die lokale russische Produktion gesteckt. Der VW-Absatz liegt 2013 bisher 4,4 Prozent unter Vorjahresniveau, womit sich die Wolfsburger aber noch besser schlagen als der Gesamtmarkt (minus 6,7 Prozent).

VW ist seit 2007 mit einer eigenen Produktion in Russland vertreten. In Kaluga, so etwas wie der Automobilhauptstadt Russlands, montieren die Niedersachsen dort das kompakte SUV Tiguan, sowie die Kleinwagen VW Polo und Skoda Fabia. Ende 2012 startete der Konzern zudem die Auftragsfertigung beim lokalen Partner GAZ am Standort Nizhny Novgorod. Ab 2015 soll zudem ein Motorenwerk in Kaluga eröffnen und VW plant eigenen Angaben zufolge ein Logistikzentrum in der Nähe der Hauptstadt Moskau.

Erst Ende vergangener Woche hatte VW den weltweiten Investitionsplan für den Zeitraum bis 2018 bekanntgegeben. Die Niedersachsen wollen auf dem Weg an die Weltspitze ungeachtet der schwierigen Wirtschaftslage tief in die Tasche greifen: Inklusive der Ausgaben für die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen will Volkswagen in den kommenden fünf Jahren mehr als 100 Milliarden Euro in neue Produkte, Werke und Technologien stecken.

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dpa/Dow Jones Newswires/Guido Kruschke