VW_Indien_Strategie

Statt auf Volumen durch Budget-Autos setzt Volkswagen in Indien jetzt auf renditestärkere Fahrzeuge. Im Bild das Werk Pune. Bild: VW

| von Frank Volk

Nach Informationen der indischen Economic Times haben die Wolfsburger in ihrer Modellstrategie für den Subkontinent eine Kurskorrektur durchgeführt und werden  anstelle eines neuen Schrägheckmodells unter dem Label der Marken Skoda und VW jeweils eine Limousine und einen SUV herausbringen. Offiziell bestätigt werden soll der Plan in wenigen Tagen.

Im Rahmen der Indien-2.0-Strategie brachten VW und Skoda mit Limousine, Mittelklassemodell und kompaktem SUV zuletzt sechs neue Modelle auf den lokalen Markt. Durch die neue Fokussierung auf größere Modelle will Volkswagen zwar Marktanteile gewinnen, legt seinen Schwerpunkt jedoch vermehrt auf Gewinn pro Fahrzeug denn auf reine Volumina. Der VW-Konzern ist in Indien aktuell durch seine drei Marken Audi, Skoda und VW vertreten. Während Audi eine eigene Modellstrategie plant, nutzen Skoda und Volkswagen gemeinsame Plattformen.

Inwieweit die Ausrichtung ein Aus für die Kleinwagenstrategie bedeutet, ist noch nicht klar. VW müht sich seit Jahren um den Aufbau einer Budget-Marke, mit der man in Indien Marktführer Maruti-Suzuki Paroli bieten möchte. Eine einst mit Suzuki bereits gestartete Partnerschaft ist im Streit geplatzt. Erst im Jahr 2017 war eine Kooperation mit Tata gescheitert, worauf die Entwicklungshoheit für ein Budget-Car der Marke Skoda übertragen wurde.

Suzuki arbeitet inzwischen eng mit Toyota zusammen. Mit Zentrum Indien bauen die japanischen Hersteller eine gemeinsame Entwicklung und Produktion auf dem Subkontinent auf. Die aus der Kooperation hervor gehenden Autos sollen aber auch in andere Entwicklungsmärkte exportiert werden.  

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