Scania Lkw

Der Widerstand gegen die Komplettübernahme des Lkw-Bauers Scania durch Volkswagen zu den aktuellen Konditionen wächst. Bild: Scania

Skandia-Sprecher Jonas Collet sagte, der Fonds habe sich dazu entschlossen, den Deal abzulehnen, da er nicht den langfristigen Wert des Unternehmens reflektiere. Ähnlich hatten sich bereits die beiden Fonds AMF und Fjärde AP-fonden geäußert. Auch ein unabhängiges Komitee des Scania-Boards hatte die Offerte als zu niedrig eingestuft.

Skandia ist mit 0,89 Prozent an Scania beteiligt, AMF mit 0,87 Prozent und Fjärde mit 0,6 Prozent. Die Volkswagen AG, der bereits 62,6 Prozent an Scania gehört, hatte im Februar ein Angebot für die ausstehenden Anteile abgegeben. Insgesamt wird der Teil von Scania, der VW nicht schon gehört, mit rund 6,7 Milliarden Euro bewertet.

Nach Unternehmensangaben entspricht das Angebot einer Prämie von mehr als 50 Prozent auf den Durchschnittskurs der Scania-Aktien in den drei Monaten, bevor das Angebot veröffentlicht worden war. Die Scania-Anteilseigner haben bis zum 25. April Zeit, das Angebot anzunehmen. Mindestens 90 Prozent der Anteile wollen die Wolfsburger bis dahin übernommen haben, ansonsten kommt der Deal nicht zustande.

VW will mit der kompletten Übernahme der Schweden die nur schleppend vorankommende Nutzfahrzeug-Allianz unter dem eigenen Konzern-Dach vorantreiben. In der momentanen Eigentümerstruktur ist es VW nach eigenen Angaben nicht möglich, das volle Potenzial einer engeren Zusammenarbeit zwischen der eigenen Nutzfahrzeugsparte und den Töchtern MAN und Scania zu heben.

Christina Zander / Dow Jones Newswires / Andreas Karius