SUV-Montage im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa in Alabama

SUV-Montage im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa in Alabama. Daimler-Chef Zetsche hat sich positiv zur Neuauflage des Handelsabkommens Nafta geäußert. Bild: Daimler

| von Andreas Karius

Zunächst einmal müsse sich Daimler jedoch ein Bild darüber verschaffen, an welchen Stellen Anpassungen vorgenommen werden müssten, um der Forderung nach höheren Wertschöpfungsanteilen in Nordamerika nachkommen zu können, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche.

Insgesamt bezeichnete Zetsche die Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) als "gute Nachricht", da die Drei-Länder-Freihandelszone dadurch intakt bleibe.

Die USA und Kanada hatten sich am späten Sonntagabend (30. September) kurz vor Ablauf einer Frist auf eine Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) geeinigt. Der fast 25 Jahre alte Nafta-Vertrag soll durch eine neue Vereinbarung namens USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) ersetzt werden. Für die Einigung zwischen den USA und Kanada mussten beide Seiten Zugeständnisse machen.

Wie Zetsche weiter sagte, bekommt Daimler die chinesischen Strafzölle auf in den USA gefertigten Autos zu spüren. Vor dem Hintergrund dieser Importzölle erwägt der Autokonzern, seine Fahrzeuge künftig erst in China montieren zu lassen. Daimler werde bald darüber entscheiden, kündigte Zetsche an.