Dieter Zetsche, Daimler, Detroit

Daimler-Chef Dieter Zetsche: Der Hersteller profitiert von einer Art Sonderkonjunktur, weil er später als seine Konkurrenz auf den wichtigsten Automarkt der Welt gekommen war. Bild: Daimler

“Ich sehe auch für September signifikantes Wachstum”, sagte Zetsche am Dienstag (15.9.) auf der IAA in Frankfurt. Daimler hatte in dem Land im August seinen Absatz um mehr als 50 Prozent gesteigert, in den ersten acht Monaten des Jahres gab es ein Plus von knapp 28 Prozent. “Ich bin auch für das nächste Jahr optimistisch, was unser Wachstum in China angeht.”

Der Gesamtmarkt in China schrumpfte im August den dritten Monat in Folge. Daimler profitiert von einer Art Sonderkonjunktur, weil der Hersteller später als seine Konkurrenz auf den wichtigsten Automarkt der Welt gekommen war. Die Gefahr von Überkapazitäten fürchtet der Daimler-Chef nach wie vor nicht. “Ich sehe als maximales Risiko, dass wir die im Aufbau befindlichen Kapazitäten erst später füllen können.” Daimler will in diesem Jahr in China insgesamt “deutlich mehr als 300 000 Autos” verkaufen. Ob die Stuttgarter schon 2016 den Rivalen BMW auf dem wichtigen Markt überholen könnten, ließ Zetsche allerdings offen.

Auch zu einem möglichen Einstieg des chinesischen Staatskonzerns BAIC wollte Zetsche sich nicht äußern. Die Chinesen hatten angekündigt, sich bis Ende des Jahres bei Daimler einzukaufen. Daimler baut mit BAIC Autos in China und hält etwa ein Zehntel der Anteile an BAIC Motor, dem Pkw-Arm des Konzerns.

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dpa-AFX/ks