Wasserstoff-Zapfsäule

Japan bietet aufgrund seiner Hydrogen-Society-Strategie gute Voraussetzungen für Fluidmanagement-Expertinnen und -Experten. (Bild: Continental)

Bereits seit Oktober 2021 ist Continental mit einem Team aus etwa 15 Expertinnen und Experten für Antriebs-, Abgas- und Wasserstofftechnologie in Yokohama südlich von Tokio ansässig. Beim Technologieunternehmen erhofft man sich durch die Verstärkung der Präsenz in Japan nicht nur eine engere Zusammenarbeit mit den lokalen Technologieführern im Bereich Antriebsstrang, sondern auch eine aktive Rolle in der Transformation der Mobilität im Rahmen der japanischen Hydrogen-Society-Strategie. Bereits 2017 hatte Japan als erste Industrienation die Pläne für eine Hydrogen Society verabschiedet, die insbesondere auch die individuelle Mobilität umfassen.

Beim Zulieferer sieht man die Antriebstechnologie auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität als wichtigen Baustein. Japans Hydrogen-Society-Strategie bietet dem Unternehmen zufolge optimale Bedingungen für den Technologietransfer auch im Nutzfahrzeugbereich. Die Fluidmanagement-Experten sollen dabei auf ihre Erfahrung mit den bisherigen Technologien zurückgreifen können. So seien etwa die beheizbaren Abgasleitungen eines Dieselmotors jenen in einem durch Brennstoffzellen angetriebenen Fahrzeug nicht unähnlich, sagt Lutz Scholten, der beim Unternehmen das Geschäftssegment Emission Reduction Solutions leitet. Dasselbe gelte für viele andere Komponenten, die man entweder unverändert oder weiterentwickelt auch in neuen Antriebskonzepten brauche.

Bei Continental lege man den Fokus auf Fahrzeuge ohne Antriebsemissionen, so Scholten. Dies bedeute aber nicht, dass man die Entwicklungstätigkeiten nun ausschließlich auf Elektrobatterie- oder Brennstoffzellenantriebe konzentrieren könne. "Besonders im Nutzfahrzeugbereich gibt es derzeit noch keine tragfähige, skalierbare Lösung, die den Marktanforderungen an Reichweite und Lade- beziehungsweise Tankschnelligkeit gerecht wird. Daran arbeiten wir mit Nachdruck – aber bis es soweit ist, möchten wir auch die Dieselmotoren für Lastwagen immer effizienter und sauberer machen. Und davon profitieren dann auch die neuen Antriebstechnologien.“ Insbesondere im Nutzfahrzeugsektor könnte sich Wasserstoff als eine Alternative zu klassischen Verbrennungsmotoren oder batterielektrischen Antrieben erweisen. Mit Blick auf diese Alternative im Antriebsstrang meldete Continental im vergangenen Sommer für China, dort das Thema Wasserstofftankstelle voranzutreiben.

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