Der Autobauer Daimler spürt die Folgen des von US-Präsident Trump entfachten Handelsstreits. Dabei geht es auch um Exporte aus den USA nach China. Höhere Einfuhrabgaben dürften die Nachfrage nach Stadt-Geländewagen (SUV) belasten.

Der Autobauer Daimler spürt die Folgen des von US-Präsident Trump entfachten Handelsstreits. Dabei geht es auch um Exporte aus den USA nach China. Höhere Einfuhrabgaben dürften die Nachfrage nach Stadt-Geländewagen (SUV) belasten. (Bild: Daimler)

Im Jahr 2018 wird nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht unter Vorjahresniveau erwartet, wie der Dax-Konzern am Mittwochabend in Stuttgart mitteilte. Bisher war ein Ebit leicht über dem 2017er Wert von 14,7 Milliarden Euro angepeilt worden. Der Konzern rechnet mit einer Kaufzurückhaltung chinesischer Autofahrer und verwies zudem auf Kosten wegen des Rückrufs hunderttausender Dieselfahrzeuge in Europa.

Höhere Einfuhrabgaben für US-Fahrzeuge in China dürften die Nachfrage nach Stadt-Geländewagen (SUV) belasten, erklärte Daimler. China ist ein sehr wichtiger Absatzmarkt für die deutsche Autobauer wie Daimler, der auch Werke in den hat USA.

Nachdem China vor wenigen Wochen noch mit der Aussicht auf niedrigere Einfuhrabgaben den Aktien von Autobauern Rückenwind verliehen hatte, hat sich das Blatt mittlerweile gewandelt. Die USA und China steuern mittlerweile auf einen handfesten Handelskrieg zu. So hatte Peking erst am Dienstag Vergeltung angekündigt, kurz nachdem das Weiße Haus die Prüfung von weiteren Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Milliarden Euro) in Auftrag gegeben hatte.

Zudem rechnet Daimler mit Belastungen durch den Rückruf von Dieselfahrzeugen. Wegen des Vorwurfs einer unzulässigen Abgastechnik muss Daimler europaweit 774 000 Fahrzeuge zurückrufen - darunter 238 000 in Deutschland. Daimler will den Rückruf umsetzen, hatte unlängst aber Widerspruch angekündigt.

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dpa