Ein Autohof hinter einer Wirtschaftsgrafik.

Trotz Halbleiterkrise feierten im Jahr 2021 einige Autohersteller neue Absatzrekorde. (Bild: Automobil Produktion)

Die zehn größten Autohersteller 2021 nach Absatz:

  1. Toyota Motor Corporation (10,5 Millionen Einheiten)
  2. Volkswagen AG (8,9 Millionen Einheiten)
  3. Renault-Nissan-Mitsubishi (7,6 Millionen Einheiten)
  4. Hyundai Motor Company (6,8 Millionen Einheiten)
  5. Stellantis (6,5 Millionen Einheiten)
  6. General Motors (6,3 Millionen Einheiten)
  7. Honda Motor Company (4,5 Millionen Einheiten)
  8. Ford Motor Company (3,9 Millionen Einheiten)
  9. Suzuki Motor Corporation (2,8 Millionen Einheiten)
  10. BMW Group (2,5 Millionen Einheiten)

Elektroautos gleichen Verlust von VW nicht aus

Der Volkswagen-Konzern lieferte 2021 rund 8,88 Millionen Fahrzeuge aus – 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Verkauf vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) konnte er mit 452.900 Einheiten jedoch um 95,5 Prozent steigern.

Bei der Kernmarke VW fällt das Minus noch stärker aus: Rund 4,89 Millionen bedeuten einen Absatzrückgang von 8,1 Prozent, wobei mit 263.200 verkauften BEVs der Zuwachs des Gesamtkonzerns sogar etwas übertroffen wurde.

Schlussquartal kostet Audi den Rekordabsatz

Mit rund 1,68 Millionen ausgelieferten Autos muss Audi 2021 im Vergleich zum Vorjahr einen Absatzrückgang von 0,7 Prozent verbuchen. Dabei lieferten die Vier Ringe knapp 81.900 vollelektrische Modelle aus – ein Plus von 57,5 Prozent. Trotzdem wirft das vergangene Jahr auch Schatten: Der Auslieferungsrekord des ersten Halbjahres wurde durch die Halbleiterkrise im vierten Quartal egalisiert. In diesem Zeitraum büßte die Volkswagen-Tochter über 34 Prozent gegenüber dem starken Vorjahresquartal ein.

Skoda drängt auf den indischen Markt

Skoda hat im Jahr 2021 rund 878.200 Autos verkauft, was einem Absatzrückgang von 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In China musste die Volkswagen-Tochter den drastischsten Einbruch hinnehmen – knapp 59 Prozent. Den größten Zuwachs verzeichnete der Autobauer mit knapp 109 Prozent in Indien. Mit 49.100 vollelektrischen Fahrzeugen steigerte der Autobauer die BEV-Verkäufe insgesamt um 222,9 Prozent.

Seat und Cupra nutzen Nachfrage nach E-Autos

Die Seat S.A. setzte 2021 insgesamt 470.500 Fahrzeuge ab – ein Zuwachs von 10,3 Prozent gegenüber 2020. Davon entfallen 391.200 Autos auf die Marke Seat, die einen Rückgang von zwei Prozent verzeichnete, sowie 79.300 auf die Seat-Tochter Cupra, die ihren Absatz verdreifachte. Dabei verkauften die beiden Marken viermal so viele E-Autos und Hybride wie im Vorjahr – 60.600 Einheiten.

Porsche feiert Rekordabsatz im Jahr 2021

Porsche erzielte 2021 den besten Absatz der Unternehmensgeschichte. Über 301.900 Fahrzeuge lieferte der Sportwagenhersteller an seine Kunden aus und erzielte damit ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 41.300 Einheiten entfielen auf den vollelektrischen Taycan, der somit mehr als doppelt so oft verkauft wurde wie noch 2020.

USA und China sind Bentleys Hauptmärkte

Bentley konnte im Jahr 2021 knapp 14.700 Fahrzeuge absetzen und die Zahlen des Vorjahres damit um 31 Prozent übertreffen. Auf die USA und China entfielen dabei 57 Prozent der Gesamtverkäufe, Europa und der britische Heimatmarkt legten allerdings ebenso beim Absatz zu.

Lamborghini ist so erfolgreich wie nie zuvor

Lamborghini schließt das Jahr 2021 mit einem Rekord ab. Der Absatz von rund 8.400 Fahrzeugen markiert das beste Jahr der Firmengeschichte. Die Verkaufszahlen der Audi-Tochter stiegen im Vorjahresvergleich um 13 Prozent.

Mercedes-Benz verkauft über zwei Millionen Autos

Im Jahr 2021 lieferte Mercedes-Benz über 2,05 Millionen Pkw aus. Davon entfallen rund 49.000 Einheiten auf Elektromodelle und 178.500 auf Hybride. Der Absatz ging im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent zurück. Die Marken Mercedes-AMG (+16,7 Prozent) und Mercedes-Maybach (+50,7 Prozent) feierten mit rund 146.000 und 15.700 Fahrzeugen indes Absatzrekorde.

Smart kann Elektro-Hype nicht nutzen

Die Elektromobilität hat Smart im Jahr 2021 nur einen kleinen Schub gegeben. Die Daimler-Tochter konnte den Absatz um 0,3 Prozent auf gut 38.500 verkaufte Autos steigern.

BMW übertrifft die Konkurrenz aus Stuttgart

Die BMW Group erzielte 2021 mit gut 2,52 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ein solides Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge konnte dabei um 70,4 Prozent auf über 328.000 Einheiten zulegen und macht mittlerweile einen Anteil von 13 Prozent aus.

Die Stammmarke BMW übertraf 2021 mit ihrem Absatzrekord gar den Rivalen Mercedes-Benz. Zum ersten Mal konnten dank einem Wachstum von 9,1 Prozent mehr als 2,2 Millionen Autos verkauft werden. Knapp 104.000 BMW-Modelle hatten davon einen vollelektrischen Antrieb – eine Steigerung um gut 133 Prozent.

Mini punktet in Großbritannien und Deutschland

Mini präsentiert erfreuliche Zahlen für das Jahr 2021: Die BMW-Tochter steigerte den Absatz um 3,3 Prozent auf rund 302.000 Autos. Davon wurden über 53.200 Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb ausgeliefert – ein Zuwachs von 64,3 Prozent. Die höchsten Verkaufszahlen wurden erneut im Heimatland Großbritannien verbucht, den zweitstärksten Markt bildet Deutschland.

2021 markiert ein Rekordjahr für Rolls-Royce

Rolls-Royce hat noch nie so viele Autos abgesetzt wie 2021. Die BMW-Tochter konnte die Anzahl der ausgelieferten Fahrzeuge im Vorjahresvergleich um knapp 49 Prozent auf rund 5.600 Einheiten steigern.

Ferrari steigert Absatz und Gewinn

Ferrari hat im Jahr 2021 gut 11.000 Autos ausgeliefert und damit ein Absatzplus von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr realisiert.

Stellantis ist in China kaum vertreten

Stellantis verkaufte im ersten Geschäftsjahr 2021 rund 6,5 Millionen Fahrzeuge. Der im Januar 2021 aus der Groupe PSA und Fiat Chrysler Automobiles (FCA) entstandene Konzern konnte damit den zusammengerechneten Vorjahreswert marginal übertreffen. Der Großteil der Verkäufe konzentrierte sich dabei auf das erweiterte Europa mit 3,1 Millionen sowie Nordamerika mit zwei Millionen und Südamerika mit 800.000 Einheiten. Die asiatischen Märkte wurden hingegen kaum bedient.

Verkaufszahlen für die einzelnen Konzernmarken sind seitens des Konzerns nur für Peugeot und Maserati bekannt: Der französische Löwe lieferte mehr als 1,21 Millionen Fahrzeuge aus, der italienische Dreizack kommt auf gut 24.000 Autos. Eine detaillierte Aufschlüsselung ermöglichen hingegen die von S&P Global Mobility erfassten Zulassungszahlen. Größere Anteile haben demnach Fiat mit rund 1,45 Millionen, Jeep mit gut 1,28 Millionen, Ram mit knapp 748.000, Citroen mit knapp 770.000 und Opel/Vauxhall mit rund 675.000 Fahrzeugen. Zu den kleineren Marken gehören indes Dodge mit knapp 265.000, Chrysler mit über 121.000, Alfa Romeo mit knapp 54.000, DS mit 48.000 und Lancia mit weniger als 44.000 Einheiten.

Toyota realisiert starkes Absatzwachstum

Die Toyota Motor Corporation hat 2021 fast 10,5 Millionen Fahrzeuge verkauft. Dies entspricht einer Absatzsteigerung von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den Löwenanteil leistete dabei die Stammmarke Toyota, die über 8,9 Millionen Einheiten absetzte und gut 11,7 Prozent zulegte. Der Rest des Konzernergebnisses entfällt auf die Marken Lexus und Daihatsu sowie den Nutzfahrzeughersteller Hino Motors.

Daihatsu ist vom Heimatmarkt Japan abhängig

Daihatsu konnte im vergangenen Jahr ebenfalls Zuwächse verbuchen. Der Autohersteller übertraf das Vorjahresergebnis um 4,5 Prozent und lieferte im Zuge dessen rund 725.000 Fahrzeuge aus. Ganz im Gegensatz zur Konzern-Mutter Toyota entfiel jedoch knapp 80 Prozent des Absatzes auf den Heimatmarkt Japan, obwohl die Exporte gegenüber 2020 um 50,2 Prozent zunahmen.

Absatz von Lexus offenbart Licht und Schatten

Lexus kann für das Jahr 2021 ein Absatzplus vorweisen. Die Marke des Toyota-Konzerns verkaufte rund 760.000 Einheiten, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 5,6 Prozent entspricht. Es handelt sich dabei um das zweitstärkste Jahr der letzten Dekade. Nur knapp wurde der Rekordwert aus dem Vorkrisenjahr 2019 verfehlt.

Mazda profitiert von starkem US-Geschäft

Mazda konnte 2021 über 1,28 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte der japanische Autobauer seinen Absatz damit um 3,6 Prozent. Zurückzuführen ist dies vor allem auf das starke Plus von 19,2 Prozent in den USA, sowie die Entwicklung in Europa (5,3 Prozent). Auf dem Heimatmarkt (-11,2 Prozent) sowie in China (-14,3 Prozent) brachen die Verkäufe hingegen ein.

Asiatischer Markt wird zum Anker für Honda

Honda lieferte im Jahr 2021 über 4,54 Millionen Autos aus und verfehlte das Vorjahresergebnis damit um 5,1 Prozent. Der japanische Hersteller verbuchte in allen Märkten außerhalb Asiens ein Absatzminus.

Suzuki legt bei Exporten zu

Zum ersten Mal seit drei Jahren verzeichnet Suzuki wieder ein Absatzwachstum. Der japanische Hersteller lieferte mit über 2,76 Millionen Einheiten rund 13 Prozent mehr aus als im Vorjahr. Die Verkäufe auf dem Heimatmarkt gingen jedoch das dritte Jahr in Folge zurück, sodass diese nur noch rund 22 Prozent des Gesamtabsatzes ausmachen.

Subaru hält den Vorjahreswert

Zumindest ein kleines Plus kann Subaru vorweisen: Der japanische Hersteller kommt laut S&P Global Mobility im Jahr 2021 auf gut 882.000 Neuzulassungen.

Tesla erlebt bestes Jahr der Firmengeschichte

Bei Tesla jagte 2021 ein Rekordquartal das nächste – ein „Jahr des Durchbruchs“ heißt es im Geschäftsbericht. Mit gut 936.000 ausgelieferten Fahrzeugen konnte das Unternehmen aus Palo Alto den Absatz aus dem Vorjahr um satte 87 Prozent übertreffen. Produktionsmängel und notwendige Softwareupdaes sorgten jedoch auch für Schattenseiten.

US-Markt bleibt wichtigstes Standbein für Ford

Ford konnte die Vier-Millionen-Marke im Jahr 2021 nicht knacken. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Absatz um sechs Prozent auf rund 3,94 Millionen verkaufte Fahrzeuge zurück. Über die Hälfte entfällt dabei auf Nordamerika, während der Rest des Kontinents nach Einbußen in Höhe von 56 Prozent zur Marginalität verkommt. In diesem Sinne teilen Europa, China sowie die anderen internationalen Märkte (IMG) nahezu den gesamten restlichen Absatz unter sich auf.

China und USA halten sich bei GM die Waagschale

Auch im Jahr 2021 setzte sich der Negativtrend bei General Motors fort. Der US-Hersteller lieferte rund 6,29 Millionen Fahrzeuge aus und büßte damit im Vorjahresvergleich knapp acht Prozent ein. Beinahe die Hälfte der Verkäufe erzielten die chinesischen Joint Ventures SAIC General Motors und SAIC GM Wuling, rund 2,57 Millionen Einheiten entfielen auf den US-Heimatmarkt.

Eine Aufschlüsselung nach Marken ermöglichen die von S&P Global Mobility zusammengetragenen Zulassungszahlen. Demnach gliedert sich das GM-Geschäft neben Wuling in vier größere Posten: Chevrolet führt die Liste mit knapp 2,5 Millionen Fahrzeugen an. Es folgen Buick mit gut einer Million, GMC mit rund 595.000 sowie Cadillac mit rund 386.500 Einheiten.

Tata Motors knackt die Millionenmarke

Die indische Tata Motors Group verkaufte im Jahr 2021 zusammengerechnet knapp 1,1 Millionen Fahrzeuge. Rund 39 Prozent des Absatzes entfällt dabei auf das Tochterunternehmen Jaguar Land Rover.

Land Rover gleicht Verluste von Jaguar aus

Jaguar Land Rover lieferte 2021 knapp 420.900 Fahrzeuge und damit 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr aus. Mehr als 86.200 Einheiten verkaufte davon die Marke Jaguar, die ein Minus von 15,8 Prozent verbuchte. Die Marke Land Rover konnte somit 334.600 Autos absetzen – ein Plus von 3,4 Prozent im Vorjahresvergleich.

Geely übertrifft erneut die Zwei-Millionen-Marke

Die Automarken der Zhejiang Geely Holding Group konnten 2021 mehr als 2,2 Millionen Fahrzeuge ausliefern und damit im Vorjahresvergleich ein Absatzplus von fünf Prozent verbuchen. Der chinesische Konzern knackt die Marke von zwei Millionen damit nicht nur das vierte Jahr in Folge, sondern erzielt auch einen Absatzrekord.

Mit gut 1,32 Millionen Einheiten entfällt über die Hälfte des Konzernabsatzes auf den Unternehmensteil Geely Auto, der gegenüber 2020 um rund ein Prozent zulegte. Er umfasst neben Geely auch Lynk & Co, das seinen Absatz um 26 Prozent auf rund 220.500 Autos steigerte, sowie die kaum ins Gewicht fallenden Elektromarken Geometry und Zeekr.

Der Großteil des restlichen Konzernabsatzes kommt mit über 727.000 Einheiten dem schwedischen Autohersteller Volvo sowie dessen Joint Venture Polestar zu. Marken wie etwa das malaysische Proton oder britische Lotus verkommen hingegen zur Nebensache.

Volvo profitiert von Elektromobilität

Im Jahr 2021 lieferte Volvo Cars knapp 698.700 Fahrzeuge aus und steigerte den Absatz damit um 5,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Der schwedische Autohersteller profitierte dabei stark von der Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen. Sie machten über ein Viertel der Verkäufe aus.

Polestar legt beim Absatz deutlich zu

Die Elektroautos von Polestar wurden im vergangenen Jahr 29.000 Mal ausgeliefert. Dies entspricht einem Wachstum von 185 Prozent gegenüber 2020. Das Joint Venture von Volvo und Geely hatte seine globale Präsenz von zehn auf 19 Märkte erhöht.

Dongfeng vermeldet leichte Verluste beim Pkw-Absatz

Im Jahr 2021 lieferte die Dongfeng Motor Group gut 2,25 Millionen Pkw aus. Dies entspricht einem Absatzrückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Inwieweit hierbei Verkäufe von Joint Ventures wie etwa der Dongfeng Motor Company hinzuzählen, ist aus den Zahlen des Herstellers nicht eindeutig ersichtlich.

SAIC profitiert von Joint Ventures

SAIC Motor lieferte 2021 über 5,46 Millionen Fahrzeuge aus, was im Vorjahresvergleich einem Zuwachs von 5,5 Prozent gleichkommt. Damit ist SAIC laut eigenen Angaben der absatzstärkste chinesische Autohersteller – zum sechzehnten Mal in Folge. Im Bereich New Energy Vehicles beansprucht das Unternehmen ebenfalls die Marktführerschaft in China sowie den zweiten Platz weltweit: 733.000 Einheiten entsprechen einem Absatzplus von knapp 129 Prozent gegenüber 2020.

Der Anteil der eigenen Marken am Gesamtabsatz sei dem Hersteller zufolge auf 2,86 Millionen Einheiten gestiegen, wodurch er zum ersten Mal mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes ausmache. So konnten etwa MG und Roewe rund 800.000, sowie Maxus knapp 233.000 Fahrzeuge verkaufen. Fremdproduziert wurde für die Kooperationspartner Volkswagen (1,24 Millionen Einheiten) und General Motors (1,33 Millionen Einheiten). Bei SAIC GM Wuling gestaltet sich die Zuordnung schwieriger: Während der chinesische Hersteller die gut 1,66 Millionen Fahrzeuge seinem Volumen zurechnet, führt GM einen Großteil dieser Summe ebenfalls auf. Laut den Experten von S&P Global Mobility entfallen deshalb nur insgesamt 1,2 Millionen Einheiten auf SAIC selbt.

Changan besticht durch großes Volumen

Mit mehr als 2,3 Millionen Fahrzeugen ist die Changan Group auch im Jahr 2021 ein großer Player. Der chinesische Autobauer konnte seinen Absatz um 14,8 Prozent steigern. Bei der gleichnamigen Marke steht mit über 1,75 Millionen Einheiten ein noch größeres Plus zu Buche: Das Vorjahr wurde um 16,7 Prozent übertroffen.

Great Wall Motor kann 2021 mit sattem Plus glänzen

Auch Great Wall Motor konnte im Jahr 2021 ein Plus verbuchen: Der Absatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent auf 1,28 Millionen Fahrzeuge zu. Damit konnte nach eigenen Angaben das sechste Jahr in Folge die Millionenmarke geknackt sowie ein neuer Bestwert erreicht werden. Sogenannte New Energy Vehicles machten dabei über zehn Prozent des Absatzes aus – 137.000 Fahrzeuge. Zudem konnte der Export mit 143.000 Einheiten mehr als verdoppelt werden.

Den größten Anteil am Absatz von GWM hatten die Marken Havel, die 770.000 Fahrzeuge auslieferte, sowie GWM Pickup, die 233.000 Einheiten an Kunden übergab. Ora verbuchte zwar einen Zuwachs von 140 Prozent im Vorjahresvergleich, spielt mit 135.000 Autos jedoch eine untergeordnete Rolle. Am unteren Ende der Absatzliste sind dann Tank mit 85.000 sowie die Luxus-SUVs von Wey zu finden.

FAW steht noch im Schatten der Konkurrenz

Die China FAW Group ist als Joint Venture-Partner von Volkswagen in aller Munde. Insgesamt 3,5 Millionen Fahrzeuge hat sie im Jahr 2021 ausgeliefert.

Der Anteil der eigenen Marken bleibt dabei jedoch gering: Die Zahlen von S&P Global Mobility weisen rund 544.000 Neuzulassungen nach, was einem Vorjahresplus von über 23 Prozent entspricht. Der Hersteller führt – abzüglich der Jiefang-Trucks – einen Zuwachs von über 50 Prozent für die Marke Hongqi an, die demnach mehr als 300.000 Fahrzeuge absetzte.

Elektrofahrzeuge werden zum Standbein für GAC

Die Guangzhou Automobile Group hat das Geschäft im Jahr 2021 ebenfalls ausgebaut. So wurden mit 2,14 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr knapp fünf Prozent mehr abgesetzt.

Auf die eigene Marke GAC entfallen davon nur 320.000 Einheiten, wenngleich dies einer Steigerung von 10,3 Prozent gleichkommt. Beachtlich ist dabei der Anteil an New Energy Vehicles: GAC Motor verkündete einen Zuwachs von 86,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – auf über 140.000 NEVs.

BAIC kann seinen Vorjahreswert halten

BAIC erlangte in Europa vornehmlich durch das Daimler-Investment größere Bekanntheit. Knapp 220.000 Fahrzeuge sind im Jahr 2021 - laut den Zahlen von S&P Global Mobility - zugelassen worden. Damit kommt die Beijing Automotive Group ihren Vorjahreswert mit leichten Abstrichen halten.

Ssangyong verharrt im Tal der Tränen

Der Absatz von Ssangyong fiel 2021 auf knapp 84.500 Autos. Damit musste der südkoreanische OEM im Vorjahresvergleich ein Minus von 21 Prozent hinnehmen. Die gescheiterte Übernahme durch Edison Motors dürfte indes auch 2022 zum Krisenjahr verkommen lassen..

Hyundai macht Reibach trotzt verfehlter Ziele

Hyundai und seine Tochtergesellschaft Kia haben es 2021 nicht geschafft, die anvisierte Absatzmarke von sieben Millionen Autos zu übertreffen. Trotzdem blickt der südkoreanische Autohersteller auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Mit 3,89 Millionen verkauften Einheiten konnten alleine Hyundai und seine Nobelmarke Genesis im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent zulegen. Auf Genesis entfallen laut S&P Global Mobility über 200.000 Neuzulassungen.

Kia verzeichnet größere Zuwächse als Hyundai

Kia schneidet im Vergleich zur Konzernmutter Hyundai noch besser ab. Im Jahr 2021 wurden 2,78 Millionen Autos verkauft – eine Steigerung von 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich.

Renault Group besteht aus drei Absatztreibern

Der Absatz der Renault Group sank 2021 um 4,5 Prozent auf über 2,69 Millionen Fahrzeuge. Mehr als 1,69 Millionen Einheiten entfallen dabei auf die Kernmarke Renault, die gegenüber dem Vorjahr 5,3 Prozent einbüßte.

Die restlichen Verkäufe in Höhe von rund einer Million Fahrzeugen leisteten größtenteils Dacia und Lada. Marken wie Renault Samsung Motors (57.500 Einheiten; -36,3 Prozent) oder Jinbei (16.000 Einheiten; -41,7 Prozent) fielen nur unwesentlich ins Gewicht.

Dacia ist zweitstärkste Marke der Renault Group

Dacia verbuchte im Jahr 2021 den größten Absatzzuwachs unter den drei großen Marken der Renault Group. Rund 537.000 verkaufte Fahrzeuge bedeuteten für den rumänischen Autohersteller im Vorjahresvergleich einen Zugewinn von 3,1 Prozent.

Lada dominiert den russischen Markt

Im Jahr 2021 konnte Lada 385.200 Autos absetzen, wovon rund 350.700 auf den russischen Heimatmarkt entfallen. Die Marke der Renault Group legte damit im Vorjahresvergleich um insgesamt 0,3 Prozent zu und ist mit einem Marktanteil von über 20 Prozent weiterhin ein dominierender Player in Russland.

Nissan konnte vier Millionen Fahrzeuge absetzen

Nissan hat im Jahr 2021 die Marke von vier Millionen verkauften Fahrzeugen erneut knapp überschritten. Dabei legte der japanische Allianzpartner von Renault im Vorjahresvergleich immerhin um 0,9 Prozent zu.

Mitsubishi kratzt an der Millionenmarke

Mitsubishi kann im Vergleich zu den beiden Allianzpartnern mit knapp 920.000 Fahrzeugen zwar den geringsten Absatz vorweisen, dafür haben die Japaner im Vergleich zum Vorjahr am meisten gutgemacht. Auf Grundlage der Zahlen von S&P Global Mobility lässt sich der Zuwachs auf etwa zehn Prozent beziffern.

Zur Methodik:

Das Logo von S&P Global Mobility (ehemals IHS Markit).

Die Absatzahlen basieren auf den Angaben des jeweiligen Autoherstellers und unterliegen demnach gewissen Unterschieden bei der Zählweise. Fehlende Zahlen sowie genauere Aufschlüsselungen wurden in freundlicher Mitwirkung von den Marktanalysten S&P Global Mobility (ehemals IHS Markit) begeisteuert.

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