GM-Chefin Mary Barra

GM-Chefin Mary Barra will den US-Konzern in Sachen Elektromobilität auf Kurs bringen. (Bild: GM)

General Motors will mit der nach eigenen Angaben „größten Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte“ die eigene Elektro-Offensive befeuern. Vier Werken im US-Bundesstaat Michigan sollen insgesamt sieben Milliarden US-Dollar zugutekommen. Dies soll 4.000 neue Jobs kreieren und 1.000 Arbeitsplätze aufrechterhalten. Im Rahmen der Investition wird unter anderem eine neue Batteriefabrik in Lansing entstehen sowie das Orion-Werk für die Produktion des Chevrolet Silverado EV und des elektrischen Pick-up-Trucks GMC Sierra umgerüstet werden.

Dies sei der nächste Schritt, um eine Führungsrolle bei Elektrofahrzeugen einzunehmen, erläutert GM-Chefin Mary Barra. Dafür benötige es Investitionen in die vertikal integrierte US-Batterieproduktion sowie die nordamerikanische Produktionskapazität. Mit der Investition wolle man das breiteste Stromer-Portfolio aller Autohersteller und bis zur Mitte des Jahrzehnts die Führungsrolle bei der Elektromobilität in den USA erreichen, so Barra weiter.

Was sind GMs Pläne für das Werk Orion in Michigan?

Von zusätzlichen finanziellen Mitteln in Höhe von vier Milliarden US-Dollar wird vor allem der Hauptstandort im Orion Township in Michigan profitieren. Dort soll künftig eine Gesamtproduktionskapazität von 600.000 elektrischen Trucks auf Basis der selbstentwickelten Ultium-Plattform erreicht werden. Am Standort im Norden von Detroit sollen dabei rund 2.350 neue Jobs entstehen und gut 1.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben, wenn das Werk vollständig umgebaut ist. Aktuell geht der US-Autobauer davon aus, dass die neuen Stellen durch Neueinstellungen sowie interne Übernahmen besetzt werden.

Den Produktionsstart des Chevrolet Silverado EV und des GMC Sierra visiert GM für das Jahr 2024 an. Bis dahin sollen neue Bereiche für Karosseriebau, Lackiererei, Fahrzeug- und Batteriemontage entstehen. Während der jetzt beginnenden Umrüstung wird die Fertigung der Modelle Chevrolet Bolt EV und EUV fortgesetzt. Neben dem Orion-Werk sollen zudem zwei weitere Produktionsstandorte in Lansing ausgebaut werden, die nicht mit der Elektrostrategie von GM zusammenhängen. Dafür ruft der US-Konzern rund 510 Millionen US-Dollar auf.

GM und LG Energy Solutions bauen dritte Zellfabrik

Derweil ist nicht nur die Fertigung neuer Elektrofahrzeuge selbst Teil des massiven Investitionspakets. Am Standort Lansing errichtet GM im Rahmen des gemeinsam mit LG Energy Solutions betriebenen Joint Ventures Ultium Cells eine neue Batteriezellproduktion - für 2.6 Milliarden US-Dollar. Der Bau des rund 26.000 Quadratmeter großen Standorts soll im Sommer beginnen und bis 2024 fertig sein. Dann soll die Batteriezellproduktion rund 50 Gigawattstunden Kapazität abwerfen und die umliegenden Werke beliefern.

Der Standort in Lansing wäre neben den zurzeit im Bau befindlichen Werken in Ohio und Tennessee die dritte Batteriezellproduktion von GM in den USA. Der US-Autobauer fertigt dort Batteriezellen im Bereich zwischen 50 und 200 Kilowattstunden, die eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern ermöglichen sollen.

Batteriezellfertigung in Lansing, Michigan
Der Bau der rund 26.000 Quadratmeter großen Batteriezellfertigung soll im Sommer beginnen und bis 2024 fertig sein.

GM hat hochgesteckte Elektropläne

Die neuerlichen Investitionen in Elektroauto- und Batteriezellproduktion sind Teil der GM-Strategie, bis zum Jahr 2025 auf dem nordamerikanischen Kontinent die Marktführerschaft im Bereich Elektromobilität zu erreichen. Dafür will der US-Traditionskonzern bis zur Mitte des Jahrzehnt Gelder in zweistelliger Milliardenhöhe in die Hand nehmen – unter anderem für den Geschäftsbereich autonomes Fahren.

In den nächsten Jahren wolle man weltweit mehr als eine Million E-Fahrzeug absetzen, erklärt Konzernchefin Barra im Sommer 2021. Dafür soll neben dem Werk in Orion beispielsweise auch der Standort in Detroit-Hamtrack modernisiert und zur klimaneutralen Factory Zero umgebaut werden.

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