CNC Maschine

Das Wachstum der deutschen Industrie stagniert zu Jahresbeginn. (Bild: Adobe Stock / Andrey Armyagov)

Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs in diesem Umfang erwartet. Der Anstieg folgt auf ein Plus von 1,4 Prozent im Vormonat, das allerdings 1,3 Prozentpunkte niedriger ausfällt als zunächst ermittelt.

Das Bundeswirtschaftsministerium sprach von einer "Seitwärtsbewegung", was für die Industrie nach vier deutlicheren Anstiegen in Folge einen Dämpfer darstelle. Allerdings sei in den Daten praktisch noch kein Effekt der russischen Invasion der Ukraine enthalten. Seit Kriegsbeginn habe sich die Unsicherheit über den weiteren konjunkturellen Verlauf massiv erhöht. "Es ist davon auszugehen, dass der Krieg die Erholung der Industriekonjunktur zunächst bremsen wird."

Im Februar stieg die Warenherstellung in der Industrie nur geringfügig um 0,1 Prozent. Der Energiesektor steigerte den Ausstoß deutlich um 4,9 Prozent, am Bau nahm die Aktivität hingegen ab. In der Industrie wurden mehr Konsum- und Vorleistungsgüter hergestellt, Investitionsgüter wurden weniger produziert. Laut Ministerium ging die Produktion im Maschinenbau und im Automobilsektor zurück, die Herstellung pharmazeutischer Produkte stieg dagegen kräftig. "Hier dürfte sich die wieder gesteigerte Impfstoffherstellung ausgewirkt haben."

Volkswirt Ralph Solveen von der Commerzbank sprach von einer Stagnation der Industrie. Allerdings sei dies vor dem Hintergrund der kräftigen Zuwächse in den Vormonaten zu sehen, weshalb sich für das erste Quartal ein deutlicher Produktionszuwachs abzeichne. Für die kommenden Monate hätten sich die Aussichten allerdings verschlechtert. "Denn der Krieg in der Ukraine und die neuerlichen Lockdowns in China werden die Probleme in den Lieferketten wieder verschärfen, so dass viele Unternehmen ihre Produktion wohl eher wieder einschränken werden."

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dpa