Industrie Mitarbeiter

Rund vier von fünf Industrieunternehmen in Deutschland haben derzeit Probleme mit der Rohstoffversorgung. (Bild: Adobe Stock / anon)

Im Februar hat der entsprechende Wert bei 74,6 Prozent gelegen. "Die Attacke auf die Ukraine hat die Lage für viele Unternehmen nochmals verschlechtert", sagte Ifo-Umfragenleiter Klaus Wohlrabe. Es seien neue Probleme in den Lieferketten hinzugekommen. 17 Prozent der Industriefirmen importierten zum Beispiel aus Russland.

In den Schlüsselbranchen blieben die Anteile laut Umfrage auf sehr hohem Niveau nahezu unverändert. So berichteten rund 90 Prozent der Unternehmen aus der Autoindustrie, dem Maschinenbau und der Elektroindustrie von Lieferproblemen. In der chemischen Industrie stieg der Anteil laut Ifo von 58,4 auf 70,5 Prozent. Auch bei den Herstellern von Bekleidung berichteten deutlich mehr Unternehmen von Knappheiten. "Ursprünglich hatten die Unternehmen für den Sommer mit einer Entspannung gerechnet. Die wird sich nun weiter verzögern", sagte Wohlrabe.

Mit Rohstoffknappheit und Preissteigerungen für Materialien wie Neongas, Palladium und Nickel rechnet auch der VDA. Für Neongas sei vor allem die Ukraine ein wichtiger Lieferant, rund ein Fünftel des für Katalysatoren genutzten Palladiums stamme aus Russland. Allein die deutsche Autoindustrie unterhält dem VDA zufolge 43 Fertigungsstandorte in Russland und sechs in der Ukraine.

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dpa