Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim

Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim: Rund 2000 Ingenieure sollen den Arbeitgeber wechseln, weil Opel nach der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern das Internationale Technische Entwicklungszentrum (ITEZ) nicht mehr auslasten kann. (Bild: Opel)

Einem am Mittwoch verbreiteten Flugblatt der IG Metall zufolge sind begleitende Verhandlungen mit dem Management bisher ohne Ergebnis geblieben. Gewerkschaft und Betriebsrat hatten den bei Opel vereinbarten Kündigungsschutz bis 2023, die Übernahme sämtlicher Tarifverträge sowie ein Rückkehrrecht für die Wechsler verlangt. Keiner der Forderungen sei bislang entsprochen worden. "Klar ist: Die Belegschaft will den angestrebten Teilverkauf des ITEZ nach wie vor nicht", hieß es.

Rund 2000 Ingenieure sollen den Arbeitgeber wechseln, weil Opel nach der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern das Internationale Technischen Entwicklungszentrums (ITEZ) nicht mehr auslasten kann.

Hintergrund sind die bis 2020 auslaufenden Aufträge des früheren Opel-Eigentümers General Motors. Opel und Segula wollen nach bisherigen Ankündigungen den im November vereinbarten Deal bis zum kommenden Sommer abschließen. Beide Unternehmen haben dazu die enge Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmern angekündigt.

Die betrieblichen Vertrauensleute der IG Metall benennen weitere Probleme bei Opel. So sei immer noch nicht klar, welches zweite Modell neben dem Insignia in Rüsselsheim montiert und welches Getriebe hier gefertigt werden solle. In Folge des planmäßigen Personalabbaus sei zudem die Arbeitsbelastung in zentralen Unternehmensbereichen wie dem Einkauf oder dem Teilelager gewachsen.

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dpa