Solarpanels Skoda

Neben neuen E-Modellen und mehr Recycling soll auch grüne Energie den CO2-Footprint von Skoda verbessern. (Bild: Skoda)

Bis Ende der Dekade möchte Skoda die CO2-Flottenemissionen im Vergleich zu 2022 um mehr als 50 Prozent reduzieren. Wenig verwunderlich also, dass die tschechische Volkswagen-Tochter das Thema Nachhaltigkeit als Kernbereich der Unternehmensstrategie Next Level – Skoda Strategy 2030 festgeschrieben hat. Unter anderem sollen bis 2026 drei neue E-Modelle auf den Markt kommen, weitere Fahrzeuge sollen folgen. Bis 2030 möchte Skoda rund 70 Prozent seiner Verkäufe mit elektrisch angetriebenen Autos bestreiten.

Recycling-Kreisläufe senken Materialbedarf

Gleichzeitig wird auch die Produktion nachhaltiger: Bis 2030 sollen die drei tschechischen Skoda-Werke bilanziell CO2-neutral produzieren, die Produktionsstätten in Indien sollen dieses Ziel sogar schon 2025 erreichen. Zusätzlich zur Nutzung regenerativer Energiequellen steht auch die Wiederverwertung von Abfällen, der Einsatz nachhaltiger Materialien sowie eine grüne Logistik im Fokus der Strategie. Neben Metallen, Aluminium und Glas setze man bereits jetzt auf Recycling-Kunststoffe, so der Hersteller. In Zukunft sollen unter anderem Verbundmaterialien aus Kunststoff und Fasern von Zuckerrüben oder Schilf zum Einsatz kommen. Auch die Verwendung von weiteren natürlichen Rohstoffen, etwa Reishülsen, Hanf, Kork und Kokosfasern erforscht der Hersteller. Um Hochvoltbatterien aus den eigenen Elektrofahrzeugen zu einem möglichst langen Lebenszyklus zu verhelfen, nutzt Skoda diese in stationären Energiespeichern bevor sie ihren Weg in den Recycling-Kreislauf eintreten.

„Die fast vollständige Wiederverwertbarkeit eines Automobils ist die Idealvorstellung für einen nachhaltig orientierten Hersteller. Bei Skoda und im Volkswagen-Konzern haben wir uns eine Rückgewinnungsquote von mehr als 95 Prozent zum Ziel gesetzt, deutlich mehr als die EU-Vorgabe von 85 Prozent“, erklärt Johannes Neft, Vorstand für Technische Entwicklung. „Vor allem wollen wir möglichst viele recycelte Materialien auch selbst wieder nutzen und in einem Kreislauf halten. Daher forschen wir ständig nach noch effizienteren Recyclingprozessen und neuen Materialien, bevorzugt aus natürlichen, nachwachsenden Quellen oder sogar Abfallprodukten.“

Erneuerbare Energien werden ausgebaut

Zudem engagiert sich der Autobauer beim Aufbau regenerativer Energiequellen: Unter anderem arbeite man mit Sko-Energo am Bau eines Windparks im Osten Tschechiens. Ein ähnlicher Standort in Finnland soll künftig ein Energievolumen von 570 GWh pro Jahr liefern. Um entsprechende Maßnahmen voranzutreiben, hat Skoda zudem im November 2021 einen unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat gegründet, der den Vorstand bei der Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen beraten soll. Gemeinsam mit dem Energiedienstleister CEZ nimmt das Unternehmen im Stammwerk Mladá Boleslav zur Jahreswende 2022/2023 zudem die drittgrößte Photovoltaik-Dachanlage Tschechiens in Betrieb, die im Jahr mehr als 2.200 MWh liefern soll.

Zulieferer sollen ihren Teil beitragen

Auch die Zulieferer von Skoda sind künftig zu mehr Klimaschutz angehalten. Hierzu setzt der Hersteller auf einen Code of Conduct sowie eine Nachhaltigkeitsbewertung (S-Rating) des Volkswagen-Konzerns. Diese definieren verbindliche Standards für Umweltschutz sowie den Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten. Entsprechende Systeme basieren zwar auf einer Selbstauskunft der Zulieferer, die Einhaltung der Vorgaben kann jedoch durch Skoda jederzeit kontrolliert werden.

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