Werker mit einem Aluminium-Bauteil

Die ersten Bauteile für die Sion-Testflotte werden produziert, nächstes Jahr soll die Fertigung der Serienversion beginnen. (Bild: Sono Motors)

Anfang des Jahres hat das Solar-Startup Sono sein Prototypen-Programm der zweiten Generation abgeschlossen und damit Bauteile, Fahrzeugparameter sowie das finale Design des Sion festgelegt. Nun folgt die Fertigung einer Flotte an Validierungsfahrzeugen, die bereits aus den Serienkomponenten bestehen.

Sion soll auf Herz und Nieren getestet werden

In den kommenden Monaten will Sono diese erste Testflotte bestehend aus 16 Gesamtfahrzeugen und 21 Versuchsträgern erproben, validieren und zertifizieren, bevor im kommenden Jahr der offizielle SOP des Serien-Sions folgt. Laut Hersteller werden die Testwagen „kompromisslose Praxistests unter extremen Bedingungen“ auf Straßen in Europa und den USA absolvieren. Darunter fallen Tests in verschiedenen Klimazonen, die Verbesserung der Solartechnologie sowie die Absicherung und Abstimmung der Fahrdynamik auf Teststrecken, im Straßenverkehr und mittels Crashtests.

„Der Start der Serien-Erprobungsphase ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einer klimafreundlichen Mobilität der Zukunft“, sagt Jona Christians, Gründer und CEO von Sono Motors. In diesem Sommer soll dann die offizielle Premiere des final designten Sions folgen. Anschließend sind erneute, europaweite Erprobungsfahrten der Validierungsfahrzeuge geplant. An der Fertigung der Testboliden sind die Unternehmen ThyssenKrupp Automotive Body Solutions und Bertrandt beteiligt. Thyssenkrupp ist verantwortlich für den Bau des Aluminium Space Frames, Bertrandt übernimmt die Montage der Sion-Testflotte in München.

Günstiges Solarauto stand auf der Kippe

In der Serienversion soll das Solar Electric Vehicle (SEV) bei einem Bruttopreis von rund 28.500 Euro liegen. Die Solarzellen auf der Außenhaut des Sion sollen die Reichweite der 54-kWh-LFP-Batterie um durchschnittlich 112 Kilometer pro Woche erweitern, sodass laut Herstellerangaben im Idealfall viermal weniger geladen werden muss als bei herkömmlichen Elektroautos.

Dass der Sion überhaupt vom Band auf die Straße rollen würde, war allerdings lange Zeit nicht sicher. Nach einem aufsehenerregenden Start 2016 folgte für die beiden Gründer Jona Christians und Laurin Hahn Ende 2019 der zwischenzeitliche Absturz: Nur eine erneute Crowdfunding-Kampagne und eine Serie-C-Finanzierungsrunde retteten das Unternehmen vor dem finanziellen Aus. Weitere 100 Millionen Euro flossen in die Weiterentwicklung des Sion, der 2021 auf der CES in Las Vegas präsentiert werden konnte.  

 

 

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