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Trotz des negativen Ergebnisses in den ersten sechs Monaten hofft ZF im Gesamtjahr 2020 auf ein Plus vor Steuern und Zinsen. (Bild: ZF)

Im Vorjahreszeitraum lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch bei rund 650 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 911 Millionen Euro. Auch beim Umsatz musste der Konzern Einbußen hinnehmen: Im ersten Halbjahr lagen die Erlöse bei 13,5 Milliarden Euro - rund 27 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019.

Beim Ausblick bleibt der Autozulieferer verhalten. Die Lage der Weltwirtschaft bleibe angespannt, sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. "Wir erwarten keine Erholung des Marktes auf das Niveau von 2019 in den nächsten drei Jahren." Für das zweite Halbjahr gebe es zwar Erholungstendenzen. Sehr unsicher sei aufgrund der momentan sehr hohen Covid-19-Infektionszahlen aber die weitere Entwicklung auf dem amerikanischen Kontinent. "China und Asien entwickeln sich aktuell am vielversprechendsten."

Trotz des negativen Ergebnisses in den ersten sechs Monaten hofft ZF im Gesamtjahr auf ein Plus vor Steuern und Zinsen. Allerdings sei dieses Ziel sehr ambitioniert und mit erheblichen Risiken behaftet, sagte Finanzvorstand Konstantin Sauer. Der erwartete Jahresüberschuss von ZF werde jedoch negativ sein.

Um Kosten zu senken, hatte ZF vor einigen Wochen angekündigt, in den nächsten Jahren bis zu 15.000 Stellen weltweit streichen zu wollen. Die rund 50.000 Tarifbeschäftigten seien bis Ende 2022 jedoch vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Zudem treibt das Unternehmen die Transformation hin zur E-Mobilität voran. Erst kürzlich gab ZF bekannt, künftig keine Antriebskomponenten mehr zu entwickeln, die nur für Fahrzeuge mit reinen Verbrennungsmotoren geeignet sind.

Aus den bisherigen zwei Divisionen Pkw-Antriebstechnik und E-Mobility soll ein einziger Bereich werden, in dem für die Elektrifizierung von Auto-Antrieben alle Kompetenzen gebündelt werden. Man wolle mit dieser Änderung der Konzernstruktur den Wandel hin zum Plug-in-Hybrid und zu elektrischen Antrieben vorantreiben.

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dpa