Wolfgang Leitner

Andritz-Chef Wolfgang Leitner übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz des schwäbischen Pressenherstellers Schuler. - Bild: Andritz

Am Dienstag übernahm Andritz-Chef Wolfgang Leitner selbst den Aufsichtsratsvorsitz, gleichzeitig kassierte Andritz den Dividendenvorschlag des Schuler-Vorstands. Statt der 25 Cent je Aktie, die Schuler seinen Aktionären im Dezember für das Jahr 2012 in Aussicht gestellt hatte, sollen nach dem Willen des Mehrheitsaktionärs nur noch elf Cent je Aktie ausgeschüttet werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Andritz kürzt Dividende

Entschieden wird darüber auf der Hauptversammlung am 18. April. Ein Schuler-Sprecher wollte die Entscheidung nicht weiter kommentieren. Indem die Dividende gesenkt wird, bleiben mehr Gewinne im Unternehmen.

Der Grazer Anlagenbauer Andritz hatte im vergangenen Jahr 93,57 Prozent an Schuler übernommen. Die Gründerfamilie Schuler-Voith hatte bereits im April 2012 ihren Anteil von 38,5 Prozent für 230 Millionen Euro an Andritz verkauft. Andritz-Chef Leitner löst in dem Kontrollgremium nun den Urenkel des Firmengründers, Robert Schuler-Voith, ab. Neben Leitner zieht auch Andritz-Aufsichtsrat Christian Nowotny in das Kontrollgremium der Schwaben ein.

Im Vorstand übernimmt Andritz-Manager Peter Jost das operative Geschäft. Der gebürtige Österreicher und promovierte Maschinenbauer wird in einem neu geschaffenen Ressort für die Beschaffung, Produktion und Logistik innerhalb des Schuler-Konzerns verantwortlich sein. Zuletzt steuerte er bei Andritz weltweit den Einkauf und alle Fertigungsprozesse. Den Vorstandsvorsitz bei Schuler behält Stefan Klebert.

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dpa/Guido Kruschke